Medizin und Hypnose

 

Kann Hypnose auch bei Ihren körperlichen Störungen und Erkrankungen funktionieren? 

Medizinische Probleme und ihre psychische Ursache sind ein großes Thema. Es gibt kaum ein körperliches Problem, bei dem Ihre Seele nicht beteiligt ist.

Für mich als Therapeut der sowohl medizinisch als auch psychologisch ausgebildet ist und auf beiden Feldern praktisch arbeitet, ist der Zugang und die Reihenfolge einer Behandlung von körperlichen Problemen wichtig. Das ganze sollte eine sinnvolle Struktur haben.

Zeigt sich ein Problem auf körperlicher Ebene, würde ich auch immer hier den ersten Zugang suchen, einen guten Arzt aufsuchen und mit einer medizinischen Diagnose und Behandlung beginnen.  

Wenn Ihre Behandlungen nicht oder nicht ausreichend zu einer Besserung oder Heilung führen oder es sich ergibt bzw. es auch  klar ist, dass es sich vorrangig um eine psychosomatische Problematik handelt, sollten Sie darüber nachdenken, ob der körperliche Weg zu behandeln, ergänzt werden sollte, um Ihre Probleme zu lösen. Bei sehr vielen Krankheitsbildern, sind emotionale Störungen primär oder mindestens sekundär an der Entstehung und dem Verlauf einer Krankheit maßgeblich beteiligt.

Hier kann die Hypnosetherapie als eine der effektivsten und schnellsten Methoden, die seelischen Grundursachen Ihrer körperlichen Störungen hervorragend behandeln.

Dem Schmerz ist es egal ob Du Indianer bist

Was passiert im Gehirn

Ihr Gehirn arbeitet ununterbrochen, sogar im Schlaf. Mit jedem Erlebniss, jeder Erfahrung und jedem Lernprozess entstehen neue Hirnzellen, werden neue Verbindungen geschaffen und bilden sich die entsprechenden Botenstoffe (Neurotransmitter, Hormone), die für den Transport der Informationen erforderlich sind, aber auch Gemütszustände maßgeblich steuern.

Ihr Gehirn ist von der Geburt bis zum Tod, veränderbar, wir sprechen da von Neuroplastizität. Sie können sich also jederzeit verändern , weiterentwickeln und etwas dazu lernen, wenn Sie wollen und etwas dafür tun.

Physiologisch betrachtet bilden sich aus Körnerzellen Vorläuferzellen, aus denen junge Neurone entstehen, die sich zu reifen Nervenzellen entwickeln (Neurogenese). Durch Lernprozesse/Erfahrungen entstehen neue Nervenverbindungen (Synapsen), die wiederum mehr Botenstoffe produzieren und Andockstellen bilden. Dadurch können elektrische Impulse, die Informatioen übertragen, diese besser, schneller und zuverlässiger weiterleiten.

In einer Hypnosebehandlung werden bestimmte Gehirnbereiche, wie der präfrontale Kortex, die Amygdala oder die Inselregion besonders angeregt. Hier laufen Ihre emotionalen Prozesse ab. Durch das verarbeiten von Traumen und negativen Emotionen, werden die beschriebenen neurologisch-physiologischen Prozesse angebahnt und es entstehen nach einer Therapie auch im Gehirn messbar, strukturelle, stabile Veränderungen.

 

Wie wirken Hypnosetechniken auf Ihren Körper?

Hypnose als Tiefenentspannung:

In einer hypnotischen Trance verändern sich nachweislich diverse körperliche Vorgänge. Ihr Herz-Kreislaufsystem beruhigt sich, Ihr Durchblutungs - und, Lymphsystem wird angeregt, Ihre Stresshormone werden reduziert, das Zentralnervensystem kann sich entspannen und erholen, die Neurotransmitter und deren Rezeptoren (Glückshormone) in Ihrem Gehirn werden positiv beeinflusst, Ihr Immunsystem wird aktiviert, Stoffwechselvorgänge werden ausgeglichen, Ihre Atmung wird gleichmäßiger, muskuläre Verspannungen werden vermindert und auch die Schmerzwahrnehmung wird reduziert und im tiefsten Trancezustand (hypnotisches Koma) sogar fast völlig abgeschaltet. 

Das regelmäßige Durchführen einer für Ihre Probleme und Ziele passenden Selbsthypnose, kann dann alle o.g. Vorgänge positiv verstärken und stabilisieren.

Nebenwirkung einer tiefen Entspannung, können auch manchmal bestimmte punktuelle ggf. unangenehme Spannungsgefühle sein, wenn Teile Ihres Körpers unterschiedlich gut entspannen können. Ebenso kann bei einigen Menschen in einer Trance der Blutdruck sehr schnell abfallen, was leichte Irritationen hervorrufen kann (kribbeln, leichtes Schwindelgefühl etc.) oder umgekehrt zu schnell ansteigen (z.B. beim "Aufwecken"), was z.B. Unruhe, Kopfdruck oder Kopfschmerz verursachen kann. Diese Symptome sind sehr selten, vollkommen harmlos und regulieren sich sehr schnell von selbst.  

Suggestionstechniken:

Mit Hilfe von z.T. bildhaften Suggestionen, die in einer hypnotischen Trance enorme Wirkungen erzielen können, können sehr viele Körpervorgänge gezielt positiv beeinflusst und durch Selbsthypnosetechniken auch selbst zuhause behandelt werden. In der Schmerztherapie können Suggestionen, die in einer tiefen Trance in Ihr Bewusstsein "gehämmert" (sehr viele Wiederholungen) werden und auch intensiv trainiert werden, bis hin zu einer kompletten Schmerzabschaltung führen, bei der sogar Operationen oder Zahnbehandlungen mit keiner oder nur mit einer minimalen Betäubung durchgeführt werden können.

Nebenwirkung: Keine! Suggestionen die für Sie nicht passen oder die Sie nicht akzeptieren können, wehrt Ihr Gehirn grundsätzlich ab.

Auflösende-aufdeckende Hypnose:

Alle körperlichen Symptome, Störungen und Erkrankungen deren Grundursache auf der seelischen Ebene liegen, verschwinden oft vollständig, wenn diese in einer Hypnosetherapie aufgedeckt und aufgelöst werden können. Ebenso kommt es im Gehirn nachweislich zu positiven, stabilen, strukturellen und physiologischen Veränderungen, die ich oben beschrieben habe.

Nebenwirkung: Vorübergehende Müdigkeit, seltener, kurzfristige (einige Stunden oder Tage) Verstärkung von körperlichen Symptomen oder negativen Stimmungslagen. Dieses ist Teil der Verarbeitung.

 

Hypnosetherapie: Kontakt Körper-Seele

In einer Trance sind Sie anders als im normalen Alltagszustand in der Lage, Ihre emotionalen Anteile und Ihre z.T. nicht bewussten Gedächtnisinhalte ins Bewusstsein zu bringen. Ihr Erleben in der Therapie ist emotional und bildhaft und Ihre Körpergefühle (also auch unangenehme Symptome) sind nicht mehr abgetrennt von Gefühlen, Bildern und Erinnerungen sondern miteinander verknüpft.

Mit Hilfe spezieller Techniken ist es in der Therapie möglich heraus zu finden, welche Dinge auf Ihrer psychischen Ebene, mit dem was in Ihrem Körper passiert, verknüpft sind.

Kommt es durch die Vertiefung Ihrer Körpergefühle zu einem Bild, einer Erinnerung und den entsprechenden Gefühlen, kann man diese dann auflösen, verarbeiten und Ihre damit verbundenen Glaubenssätze und Denkmuster positiv "umprogrammieren".

Bleibt es bei einem Körpersymptom ohne eine Assoziation, kann man auch dieses verstärken und abreagieren lassen, bis es verschwindet. Nicht immer muss eine Verarbeitung bewußt ablaufen.

Sind die mit den Körpergefühlen und körperlichen Symptomen verbundenen emotionalen Probleme verarbeitet, verschwinden auch die dazugehörigen Krankheitssymptome mehr oder weniger rasch.

Nebenwirkung: Wenn Ihre in der Behandlung wahrgenommenen Körpersymptome zu keiner Assoziation führen und sich auch durch den Fokus darauf überhaupt nicht verändern, handelt es sich i.d.R. nicht um ein Gefühl sondern um ein körperliches Symptom, dass entweder keine oder ggf. eine medizinische Bedeutung hat. Dieses Symptom kann dann noch einige Stunden nach der Behandlung spürbar sein. Es verschwindet rasch wieder, wenn nichts dahinter steckt, wenn es anhält wäre ggf. eine medizinische Abklärung sinnvoll.

Dein einziges Limit bist Du            

Welche medizinischen Erkrankungen sprechen auf eine Hypnose besonders gut an? 

► Alle chronischen Erkrankungen unabhängig von der Ursache, bei denen Sie sich nicht nur körperlich sondern auch psychisch schlecht fühlen, als unterstützende Maßnahme.

► Alle sogenannten funktionellen Krankheiten, bei denen es keine klare, medizinische Ursache gibt wie z.B. Reizdarm, Reizmagen,    Reizblase, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, manche allergischen Erkrankungen (Haut, Asthma, Darm etc.), vegetative Probleme, Kreislaufregulationsstörungen, funktionelle Herzprobleme u.v.m..

► Probleme mit dem Kiefergelenk und der Umgebung durch Knirschen, Pressen und auch übertriebener Würgereiz.

► Syndrome am Bewegungsapparat, die nicht auf einem konkreten nachweisbaren strukturellen Schaden wie z.B. eine Verletzung oder Entzündung beruhen (Wirbelsäule, Gelenke, Muskelspannungsschmerzen)

► Tinnitus und Schwindel

► Hautprobleme wie Neurodermitis, Nesselsucht, Ekzeme u. Äh..

► Begleitend: Autoimmunerkrankungen wie rheumatische Erkrankungen (Fibromyalgie, Morbus Crohn) aber auch Asthma und MS

► Schmerzerkrankungen wie Migräne, zentrale Schmerzsyndrome/chronische Schmerzen

 

Allgemein gilt, je höher der psychische Anteil an Ihren körperlichen Störungen ist, desto wirksamer ist eine Hypnosetherapie!

 

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