Die Hypnosetherapie ist anders als viele andere Methoden ein Weg, die emotionalen, mentalen und traumatischen Grundursachen einer depressiven Erkrankung zu verarbeiten und damit dieser Erkrankung den "Nährboden" zu entziehen, aus dem Sie ursprünglich entstanden ist und aus dem sie immer noch weiterwachsen kann.

 

Seele im Ausnahmezustand: Depressionen  

Depressionen sind eine ernsthafte und lebensgefährliche Erkrankung. Nach heutigem Wissen, geht der weitaus größte Teil aller Selbstmordversuche, auf das Konto dieser Erkrankung. Sie gehört also zu den tödlichsten Erkrankungen die es gibt.

Wenn Sie unter einer wirklich schweren(!) Depression leiden, sollten Sie sich umgehend therapeutisch und ggf. auch medikamentös, in medizinische bzw. psychiatrische Behandlung begeben. In solchen, schweren Fällen liegen meist schon hirnorganische Veränderungen (Neurotransmitterungleichgewicht, Rezeptorenemfindlichkeit, ggf. auch entzündliche Vorgänge) vor, die einen "normalen", hypnosetherapeutischen Zugang kaum noch zulassen.

Leichtere bis mittelgradige Formen einer Depression, sind jedoch oft sehr gut ambulant, mit Hypnosetherapie behandelbar. Oft wird eine Depression durch krisenhafte Lebensumstände (Verlust, Unfall, Krankheit, Gewalt) ausgelöst und basiert in vielen Fällen auf extrem "schiefgelaufene" Umstände, in unserer Entwicklung.

Du schuldest Deinem Träumen ein Leben

Welche Ursachen haben Depressionen?

In manchen Fällen findet man eine genetische Vorbelastung oder sogar Ursache, in anderen Fällen können auch körperliche Probleme (Schilddrüse, Nebennieren, Sexualhormone), eine Depression begünstigen oder verursachen. Aktuelle Forschungsprojekte untersuchen auch, ob ggf. entzündliche, autoimmune Vorgänge im Gehirn, eine Rolle spielen könnten. Es versteht sich von selbst, dass man körperliche Störungen auch körperlich behandeln muss und dass man primär genetische Formen einer depressiven Erkrankung, auch in vielen Fällen "chemisch-pharmazeutisch" unterstützen muss.

In vielen anderen Fällen, sind  Depressionen eine Folge von Dingen, die in Ihrer Vergangenheit einen negativen Einfluss auf Ihre Seele hatten. Mangelnde Selbstliebe, ein geringes Selbstwertgefühl und fehlendes Grundvertrauen, können hier  sehr oft eine wichtige Rolle gespielt haben. Es fehlte in der Kindheit vielleicht an ausreichender Liebe, Unterstützung , Wertschätzung und Sie haben  möglicherweise, dass Gegenteil davon erfahren.

Oft spielen auch traumatisierende Erlebnisse, die mit körperlicher oder psychischer Gewalt verbunden waren, eine Rolle, bei der Entstehung dieser Krankheit.

Aus all dem entwickeln sich dann viele negative Glaubenssätze, die wie ein "Gedankenkarussell" im Kopf kreisen, wie z.B. "ich bin nichts wert", "ich genüge nicht" "ich darf nicht glücklich sein", "ich bin an allem Schuld", "alles läuft gegen mich", "nichts ergibt einen Sinn" usw. usf..

In einem Leben häufen sich dann naturgemäß auch schlechtere Erfahrungen an, die mit der oben beschriebenen mentalen und emotionalen "Grundausstattung", negative Gefühle und Denkmuster immer mehr verstärken. Am Ende ist es dann vielleicht zu viel Belastung und eine aktuelle Krise bringt das ganze dann zum "Ausbruch".

Hier gibt es Menschen, die dafür eine höhere Sensibilität und ein höheres Risiko haben.

Oft sind Depressionen neben den erwähnten Selbstwertproblemen und traumatischen Erlebnissen, auch mit Angststörungen eng verknüpft, da hirnphysiologisch ähnliche Prozesse ablaufen. Depressionen machen Angst und Angst macht manchmal depressiv!

 

Wie erkennt man eine Depression? 

Typische Symptome (wenn es die überhaupt gibt) sind: Ihre Stimmung ist negativ und eingeengt, Sie fühlen sich leer und "gefühllos", verlieren Ihr Interesse an fast allen Dingen und Freude an allem was Sie tun oder erleben, Sie haben kaum noch Antrieb  für normale Alltagsdinge und fühlen sich körperlich oft müde und schlapp.  Am schlimmsten ist es, wenn Sie die Lust am Leben verlieren und mit dem Gedanken spielen, dem ein Ende zu setzen (ein Fall für die Klinik). Grundgefühl ist  bei Depressionen, "Traurigkeit".

Dazu können diverse Zusatzsymptome, in unterschiedlicher Ausprägung kommen. Ihre Konzentration vermindert sich und Sie haben in vielen Fällen Schuld- und Minderwertigkeitsgefühle. Außerdem können sich Schlafprobleme, Störungen des Appetits und des Gewichtes (Ab- oder Zunahme) einstellen und oft gehen mit der Depression auch eine Reihe von diffusen, körperlichen Problemen wie Schmerzen, Spannungen, Druckgefühle aber auch Kreislauf und Atemstörungen u.v.m. einher. Auch Angst- und Panikstörungen und in vielen Fällen der übermäßige Konsum von Alkohol oder anderen "Drogen", sind häufig mit einer depressiven Erkrankung verbunden.

Allerdings kann sich eine Depression auch anders zeigen, z.B. mit Tendenz zur Aggressivität, übermäßiger Aktivität (Unruhe), zwanghaften Gedanken oder mit fast nur körperlichen Symptomen. Es gibt so viele Formen und Ausprägungen, dass es manchmal sehr schwer ist, eine echte Depression zu erkennen.

Jeder "depressive" Mensch ist anders und auch seine Erkrankung zeigt sich sehr individuell.

Du lebst nicht in der Dunkelheit die Dunkelheit lebt in Dir. 

Wie Hypnosetherapie bei Depressionen helfen kann

In der Hypnosetherapie steht die Arbeit an Ihren emotionalen Grundproblemen und evtl. traumatischen Erlebnissen, die der wesentlich Teil der Entstehungsgeschichte sein können, im Vordergrund. Hier wird "aufgeräumt".

Mangelnde Selbstliebe und mangelndes Selbstwertgefühl, fehlende Wertschätzung und die daraus vielleicht entstehende Wut, Traurigkeit, Angst oder Schamgefühle, wenn hier Ihre Defizite bzw. Probleme oder ungelöste Konflikte liegen, können Sie in der Hypnose  emotional und nachhaltig verarbeiten und dann in positive Gefühle umwandeln.

Eventuell nicht ausreichend verarbeitete Traumen, können Sie ebenfalls im Rahmen der Hypnosetherapie auf der emotionalen Ebene neu verarbeiten, so dass diese ihre destruktive Wirkung verlieren können.

Haben Sie diesen "Problem-Berg" abgebaut, haben Sie Ihrer Erkrankung die Basis entzogen, auf welcher sie sich aufgebaut hat und Ihre Heilung kann nun Schritt für Schritt erfolgen.

 

Antidepressiva

Wenige Dinge werden so heftig diskutiert, wie der Einsatz von Antidepressiva bei Depressionen. Helfen Sie oder ist ihr Schaden sogar größer als ihr Nutzen?

Antidepressiva wirken ausgleichend (Wiederaufnahmehemmung) auf den Serotonin oder/und- Dopamin und/oder den -Noradrenalinspiegel ("Glückshormone").

Die Grundannahme ist, dass ein Mangel o.g. Überträgersubstanzen, Depressionen verursacht.

Das ist allerdings wissenschaftlich noch nicht wirklich so eindeutig bewiesen. Es gibt auch Studien die behaupten, dass auch ein zuviel an Neurohormonen, bei einigen Depressiven vorhanden sein können.

Von einer Einnahme von Antidepressiva profitieren nur etwa 60% aller Depressiven. Placebomedikamente wirken fast genauso gut.

Die Behauptung, dass diese Medikamente nicht abhängig machen, widerspricht den Realitäten.

Fakt ist, dass die Mehrzahl der Patienten spürbare Nebenwirkungen bei der Einnahme (Kopfschmerzen, Unruhe, Angst, Verstärkung der depressiven Gefühle u.a.m.) hat und ebenfalls beim Absetzen, bzw. beim Ausschleichen, deutliche Symptome bekommt. Viele Patienten rutschen einige Zeit nach dem Absetzen, wieder in eine depressive Krise und brauchen dann erneut Medikamente. Ein Teufelskreis, den man sicherlich, durchaus als Abhängigkeit bezeichnen kann.

Man sollte auch bedenken, wenn man davon spricht, dass die modernen Medikamente wenig Nebenwirkungen haben und auch problemlos abgesetzt werden könnten, dass es Menschen betrifft, die nicht über eine gesunde Selbstwahrnehmung verfügen und in aller Regel emotional alles andere als stabil sind. Sie leiden besonders stark, unter den möglichen Nebenwirkungen. 

Ebenfalls fehlen Studien über die Langzeitwirkungen v.a. auf das Gehirn aber auch auf den Körper. Muss man sich da Sorgen machen? Wir wissen es nicht, können aber wohl davon ausgehen, dass Antidepressiva wie jedes andere Medikament auch, auf Dauer nicht gesundheitsfördernd sind.

Andererseits profitieren immerhin 60% v.a der Schwerstdepressiven von diesen Medikamenten und können damit, durch Ihre Krise geführt werden. Insbesondere körperlich verursachte Depressionen und auch genetische Formen einer depressiven Erkrankung, kann man in vielen Fällen mit guten Ergebnissen, medikamentös unterstützen. 

Meine persönliche Meinung ist, dass man Antidepressiva bei schweren Depressionen auf Zeit versuchen sollte, wenn man paralell auch Psychotherapie durchführt. Das langfristige Ziel sollte es jedoch es sein, irgendwann davon los zu kommen.

Bei leichten bis mittleren Depressionen, sollte man darauf möglichst verzichten und diese primär mit Psychotherapie, Sport etc. oder ggf. auch ergänzend mit Hypnosetherapie behandeln. 

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War der Tag mies oder waren nur 5 Minuten mies?

"Burnout", wenn der Akku leer ist.

Es gibt immer mal wieder die These, dass es "Burnout" als eigenständige Krankheit gar nicht gibt, immerhin ist Sie jedoch als "ausgebrannt sein" im internationalen Diagnoseverzeichnis (ICD10) schon lange gelistet und mittlerweile auch als eigenständige Diagnose im internationalen Diagnoseverzeichnis aufgenommen.

"Burnout"- Syndrome sind  zunehmend Alltagsthema von vielen Ärzten und Therapeuten, die sich mit stressbedingten Erkrankungen beschäftigen. Sicherlich kann man sie auch als Kombinationsproblem oder als eine spezifische Form der Depression verstehen, aber ein Burnout folgt bestimmten, eigenständigen Mustern, so dass man mit diesem Begriff (wenn er denn im Einzelfall zutrifft), durchaus gut arbeiten kann.         

Burnout und Depression haben einige Gemeinsamkeiten aber doch auch eine Reihe von Unterschieden.

 

Wie zeigt sich ein Burnout?

Burnout ist eine Störung, die sich aus einer aktuellen Lebenssituation bzw. Krise entwickelt. Hier spielt immer ein Übermaß an Stress (meist beruflich oder auch familiär) oft in Kombination mit einem zu wenig an Belastbarkeit und nicht selten auf der Basis einer möglichen, individuellen, emotionalen Problematik, die Hauptrolle. Ohne die äußeren Faktoren käme es anders als bei einer Depression, vermutlich nicht zu einer Erkrankung.

Die Symptome ähneln oft denen einer Depression (s.o.), wie negative Grundstimmung, Motivationsprobleme, die sich auf immer größere Bereiche ausweiten, Schlafprobleme, Unruhezustände, Leistungsabfall, Konzentrationsminderung, Angst- und Panikstörungen, Missbrauch von Medikamenten/Alkohol und vielen, wechselnden körperlichen Problemen.

Wenn auch eine Auszeit, ein Wochenende oder ein Urlaub Ihnen nicht mehr hilft, um aus dem Stimmungstief und Ihrer Erschöpfung herauszukommen, hat sich das Problem psychisch und körperlich manifestiert und Sie kommen da in aller Regel nicht mehr ohne Hilfe heraus.

 

Wie hilft Hypnose bei Burnout?

Die 4 "Säulen" der Burnout Therapie:

1. In der Therapie wird man zunächst die Hypnose als Entspannungsverfahren nutzen, damit Ihr übererregtes System "herunter fährt".

2. Dann bearbeiten wir mit der auflösenden Hypnose, Ihre aktuellen, emotionalen Probleme (Angst, Selbstwertgefühl, Taurigkeit etc.), die mit Ihrem beruflichen oder privaten Umfeld zu tun haben.

3. Im weiteren Verlauf, werden Ihre evtl. vorhandenen, grundlegenden, emotionalen Defizite und Probleme (Angst, Selbstwertgefühl, Traumen etc.) bearbeitet und aufgelöst.

4. Später erfolgt Ihre Stabilisierung, mit Suggestionshypnosen und Entspannungstechniken (Selbsthypnose, autogenes Training, Yoga etc.) 

Burnout Syndrome gehören genau wie Depressionen zu den Erkrankungen, die Zeit und Geduld erfordern. Geben Sie sich die Zeit die Sie brauchen!  

Nervenzusammenbruch, was tun?

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