Tierhypnose

Tierpsychologie für Menschen

Kann man Ihr Haustier hypnotisieren?

Man kann Tiere die uns vertrauen, durchaus relativ problemlos, in einen entspannten Zustand bringen, der wie eine Trance wirkt. Das Tier entspannt Körper und Nervensystem und erfährt nahezu die gleichen positiven Wirkungen, wie der Mensch, die ich unter dem Menüpunkt: " Medizin und Hypnose" beschrieben habe.

​Dafür brauchen Sie allerdings keinen Hypnoseexperten, sondern lediglich eine entspannte Atmosphäre, ein gutes (Massage/Streichel-) Händchen und das Wissen, was Ihr Tier besonders mag und wobei es gut entspannen kann. Probieren Sie ruhig aus, was für Ihr Tier am besten funktioniert. Sie tragen damit zur Gesundheit und Ausgeglichenheit Ihres Tieres bei.

Das was Hypnosetherapie leisten kann, nähmlich die Arbeit an Traumen (Misshandlungen), an emotionalen Konflikten und Problemen (übertriebene Agression oder Angstverhalten) oder auch an Fehlkonditionierungen (Leinengezerre, Kläffen, Kontrollzwang), kann man jedoch leider nicht von der Arbeit mit Menschen auf Tiere übertragen.

​Bei meinen Ausführungen beziehe ich mich primär auf Hunde, mit denen ich fast 30 Jahre zusammenlebe und sehr viel Wissen erworben und Erfahrungen gemacht habe. Pferdehalter können einiges davon übertragen, bei Katzen ist es etwas schwieriger aber z.T. ebenfalls übertragbar.

 

Was unterscheidet Sie von Ihrem Tier? 

Menschen leben in einer Menschenwelt, die geprägt ist von unseren Sinnesorganen, unseren Verarbeitungsmechanismen, unserem rationalen Bewusstsein, dem besonderen Zusammenspiel von Verstand und Emotionen (Unterbewusssein) und unserer Art zu kommunizieren. Ein Tier lebt in seiner Tierwelt, die je nach Tierart vollkommen unterschiedlich ist und mit dem zusammenhängt, was ein Tier evolutionsbiologisch an Wahrnehmungspotentialen, Verarbeitungsmechanismen, Kommunikationsmöglichkeiten und Überlebensstrategien entwickelt hat. Es ist eine vollkommen andere Welt als unsere Menschenwelt.

​Konflikte zwischen "Bauch und Kopf" haben Tiere nicht, sie sind wesentlich einheitlicher und ganzheitlicher orientiert als wir. Trotzdem können auch Tiere psychische Probleme bekommen, wenn sie mit uns zusammenleben müssen. Tiere die in einer für sie natürlichen und ursprünglichen Umwelt leben, entwickeln so gut wie keine psychologischen Auffälligkeiten oder sie überleben nicht lange.

Wo liegt also das Problem von Tieren, wenn sie sich unangemessen verhalten oder seelisch leiden? Es liegt fast zu 100% an uns Menschen. Wir zwingen Tiere in unserer Welt zu leben, sich auf eine bestimmte Art zu verhalten und machen dabei unendlich viele Fehler, die es Tieren nicht leicht machen, unsere Gefährten zu sein. 

Energie und Vitalität wie ein fröhliches Tier 

Wie können Sie Ihre Probleme mit Ihrem Tier wirklich lösen?

Es ist ganz einfach, Sie lösen IHRE Probleme und dann klappt es auch in den meisten Fällen, mit Ihrem Tier.

Es gibt einen entscheidenenden Punkt, um nahezu jedes Problem mit Ihrem Tier zu lösen. ​Dieser Punkt ist Ihre innere Haltung, Ihre innere Ruhe und Ihre Gelassenheit. Wie ist es damit bei Ihnen bestellt? Ihre Stimmungslage wird vom Tier, mit seinen hoch entwickelten Sinnen sofort und unmittelbar wahrgenommen, oft lange bevor Sie das selbst realisieren. Ein Hund aber auch Katzen oder Pferde, passen Ihr Verhalten fast immer sofort unserer Gefühlslage an.

Sind Sie, aus welchen Gründen auch immer unausgeglichen und gestresst, ist es zumeist auch Ihr Tier. Lernprozesse wie z.B. ein Leinentraining beim Hund oder die Arbeit gegen Angst und noch mehr gegen Aggression funktionieren nicht, wenn das Tier gestresst ist, da können Sie sich noch so intensiv bemühen.

Das ist nicht viel anders, als wenn Sie übermäßig gestresst in eine Prüfung gehen, Sie werden mit großer Warscheinlichkeit keinen Erfolg haben. Auch Lernen ist kaum möglich, wenn Sie z.B. aus welchen Gründen auch immer zu aufgeregt oder gestresst sind. Wenn Sie Ihre Probleme, die Sie vielleicht daran hindern in einem ruhigem, ausgeglichenem und positiven Zustand mit Ihrem Tier auch in kritischen Situationen umzugehen oder zu arbeiten nicht lösen, werden Sie mit hoher Warscheinlichkeit auch die Probleme Ihres Tieres, nicht in den Griff bekommen.

 

Wie Hypnose bei Problemen mit Tieren hilft

In einer Hypnosetherapie können wir alle grundsätzlichen Probleme lösen, die Ursache Ihrer Unausgeglichenheit sein können. Ihre Angst z.B. bei Hundebegegnungen, die vielleicht Teil einer generellen Angstproblematik ist, Ihren Ärger, wenn der Hund mal wieder tut was er möchte und nicht was Sie wollen (wie kann er nur nur einen eigenen Willen durchsetzen wollen?), der vielleicht mit Ihrem Selbstwertgefühl zusammenhängt, Ihre Nervösität, die vielleicht Folge von beruflichem oder familiären Stress ist, kann bearbeitet und gelöst werden.

In vielen Fällen beruht Ihre eigene Nervösität, Unsicherheit und Angst aber auch primär aus den Erfahrungen, die Sie mit Ihrem Tier im Training oder im Umgang z.B. auf Spatziergängen gemacht haben. Es ist vielleicht weg gelaufen, geht gerne mal jagen, wurde von anderen Tieren angegriffen oder reagiert in manchen Situationen ängstlich oder agressiv, hat Sie vielleicht einmal umgerissen oder sogar verletzt. Sie sind dann in vielen Situationen übermäßig gestresst weil Sie schon erwarten, dass wieder etwas Negatives passieren könnte.

In einer Trance bekommen Sie Zugriff auf Ihre Gefühle, Traumen und Probleme, denn der rationale Verstand blockiert Sie nicht mehr. Alle Situationen die Sie im Hypnosezustand bearbeiten, behandelt Ihr Gehirn wie Realität. Man kann also auch problematische Situationen, die Sie mit Ihrem Tier erlebt haben, in einer Trance gefühlsmäßig verarbeiten und positiv umprogrammieren.

Neben dieser sinnvollen aber nicht immer erforderlichen "Ursachenarbeit", können Sie in einer Hypnosetherapie lernen, wie Sie innerhalb von Sekunden Ihren eigenen Stress in eine ruhige, souveräne und entspannte Haltung verwandeln können, die Ihnen und Ihrem Tier enorm helfen kann, schwierige Situationen zu meistern. In einer Therapiesitzung können Sie Selbsthypnosetechniken und Imaginationstechniken in Ihren emotinalen Gehirnbereichen tief verankern, die Sie in Ihrem Alltag jederzeit ohne eine Trance abrufen können. Ein fantastische Technik gegen jede Art von Stress.

Wenn Sie danach mit Ihrem Hund (oder Pferd) unterwegs sind, werden Sie dann automatisch viel gelassener und ruhiger reagieren oder Sie können die verankerten Techniken nutzen, um sich gefühlsmäßig zu stabilisieren. Genau das überträgt sich auf Ihr Tier und es wird mit viel größerer Warscheinlichkeit zu keinem Problem kommen (auch das Tier bleibt ruhiger und kann Ihnen besser vertrauen) oder Sie können ein entsprechendes Training mit Geduld, der nötigen Ruhe und Gelassenheit und dem bestmöglichem Erfolg durchführen.

Tiere haben Gefühle, genau wie der Mensch

Hundeschule (Pferde-Katzen etc.)

Natürlich ist es sinnvoll, zusätzlich mit einem guten Tiercoach ein Übungsprogramm für Sie und Ihr Tier zu erarbeiten und dieses regelmäßig durchzuführen. Ihre innere Ruhe ist der eine Teil, die konkrete Arbeit mit dem Tier der andere Teil der Problemlösung.

Wenn es für Sie Sinn macht, können wir auch vor Ort und in Zusammenarbeit mit Ihrem Tiercoach (Trainer, Tierpsychologe etc.) Analyse und Behandlung durchführen oder Ihr "Stressmanagement" einüben.

 

Alternative: Tierkommunikation?

Manchmal werde ich gefragt ob bei Problemen und Fragen bezüglich des eigenen Tieres, eine Tierkommunikation nicht auch eine Möglichkeit ist, mit dem Unterbewusstsein des Tieres zu arbeiten und zu kommunizieren. 

Unter Tierkommunikation versteht man bei diesem Konzept nicht eine direkte Kommunikation zwischen Mensch und Tier, sondern eine telepathische Verbindung mit einem Tier, bei der der Tierkommunikator Bilder, Gefühle und Gedanken des Tieres empfängt und auch eigene Dinge senden kann, die wiederum dass Tier empfangen kann.

Solche telepathischen Verbindungen insbesondere zwischen Menschen, unabhängig von Raum und Zeit, sind in einigen Fällen eindrucksvoll beschrieben worden.

Der Tierkommunikator, konzentriert sich das Bild eines Tieres und kommt dadurch in einen Hypnose-ähnlichen Trancezustand. Hier kann er die Resourcen seines Unterbewusstseins "anzapfen" und dadurch über sein gesamtes bewusstes und unbewusstes Wissen verfügen incl. natürlich dem, was er über das Tier weiß und was er auf dem Foto sieht. Eine solche Menge an Informationen ist nicht über den rationalen Verstand abruf- und integrierbar.

Durch die Arbeit mit dem Unterbewusstsein, entstehen Erkenntnisse, die der analytische Verstand häufig nicht leisten kann. Das kann sehr interessant und auch weiterführend für den Tierhalter sein, auch wenn keine wirkliche Telepathie stattfindet.

Eine Beeinflussung des Tieres durch Telepathie, was einige Tiertherapeuten versuchen, halte ich allerdings für unwarscheinlich. Aber vielleicht gibt es auch solche Phänomene, ich will das nicht vollkommen ausschliessen, verlassen würde ich mich aber darauf wohl eher nicht.

Ich glaube daran, dass es nonverbale Kommunikationskanäle zwischen Mensch und Tier gibt, glaube aber, dass die direkte Arbeit mit dem Tierhalter (s.o.) und natürlich auch mit dem Tier durch unmittelbare Kommunikation (v.a. durch Beobachtung, durch Körpersprache, Körperkontakt, Belohnung etc.) effektiver ist, wenn man ein Problem hat und das lösen möchte.

Tierkommunikation kann m.E. eine interessante Hilfestellung sein, die man ruhig einmal probieren sollte, wenn man offen für das bleibt, was der unmittelbare Kontakt zwischen Mensch und Tier zeigt.

 

➥ Kontakt

        

    

Nach oben