Tipps rund um das Thema Physiotherapie

Aktuelle Hinweise:

Physiotherapie und "Corona"


► Medizinische Einrichtungen wie auch Therapiepraxen waren bzw. bleiben weiterhin (unabhängig von lokalen "lock-down" Maßnahmen) geöffnet.

 

► Patienten mit Schmerzen, Störungen oder Erkrankungen des Bewegungsapparates, der inneren Organe oder der Nerven, müssen weiterhin behandelt werden, damit es nicht zu Verschlimmerungen oder sogar Schäden kommt. Damit entlasten ambulante, medizinisch-therapeutische Einrichtungen Ärzte, Kliniken und damit auch das Gesundheitssystem.

 

Jedoch sollte man in Zeiten einer Pandemie und behördlicher Schutzmaßnahmen, insbesondere wenn Sie durch Alter und/oder Vorerkrankungen besonders gefährdet sind oder in Ihrer Region ein "hot-spot" vorhanden ist, immer "unnötige" Kontakte vermeiden, um sich selbst, andere Menschen und auch das Gesundheitssystem zu schützen. 

 

Eine Behandlung ist immer dann erforderlich, wenn Ihr Arzt Ihnen dass verordnet und Sie Probleme, Schmerzen, Einschränkungen etc. haben, mit denen Sie nicht alleine fertig werden.

 

In einer medizinischen Praxis gibt es umfangreiche Schutzmaßnahmen, die über das hinausgehen, was in Geschäften, Verkehrsmitteln oder auch an Ihrem Arbeitsplatz üblicherweise vorgeschrieben ist, um eine mögliche Ansteckung und Verbreitung von Infektionskrankheiten weitgehend verhindern können. 

 

 

"Corona" Schutzmaßnahmen: Physiotherapie:


Nachfolgende Maßnahmen entsprechen den geltenden Vorschriften zum Arbeits-und Infektionsschutz. In der Physiotherapie ist Abstand halten in vielen Fällen nicht möglich. Aus persönlichen Gründen wende ich immer den aktuellsten Stand der wissenschaftlichen Empfehlungen an, auch wenn diese noch nicht in geltendes Recht umgesetzt wurden. Ich verweise Sie auf Ihr Recht auf freie Therapeutenwahl, wenn Sie mit meinen Infektionsschutzmaßnahmen nicht einverstanden sind.

   

1. Bei Krankheitssymptomen v.a. Erkältungserscheinungen (auch nur die verschnupfte Nase oder Magen/Darm-Symptomen) aber auch anderen, unklaren, allgemeinen oder neurologischen Symptomen, informieren Sie mich und Ihren Arzt. Eine Therapie findet dann bis zur Klärung nicht statt!

 

2. Wenn Sie einen Urlaub oder eine Geschäftsreise in ein deutsches oder internationales Risikogebiet gemacht haben (ab 200/100.000), informieren Sie mich darüber bitte vor einer Behandlung. Abhängig vom Zielort, Verkehrsmittel und Art der Reise bitte ich Sie um eine mindestens 10 tägige Therapiepause nach Ankunft. Das gilt auch, wenn Sie Kontakt mit einem Corona- infizierten Patienten hatten bis zur Klärung (Tests). Eine Therapiepause ist  dann nicht(!) erforderlich, wenn Sie 5-8 Tage nach Ihrer Reise oder einem Risikokontakt, einen negativen Corona-Test gemacht haben. Siehe auch Punkt 13.

 

3. Kommen Sie bitte pünktlich zur Behandlung, also auch nicht zu früh, um unnötige Begegnungen mit anderen Patienten zu vermeiden

 

4. Bringen Sie nach Möglichkeit keine Begleitperson mit.

 

5. Halten Sie Abstand (1,50-2m) zu allen Personen in einer Praxis, mit Ausnahme Ihres Therapeuten.

 

6. Setzen Sie eine einen Einmal-OP- Mund-Nasenschutz (MNS) oder eine FFP2/3 Atemschutzmaske ohne(!) Ventil auf. Tragen sie diese(n) während der gesamten Zeit, die Sie in der Praxis sind. Im Behandlungsraum entscheidet Ihr Therapeut abhängig vom Abstand, medizinischen Gründen etc. ob und ggf. wann Sie den Mundschutz vorübergehend abnehmen dürfen.

 

7. Verzichten Sie auf einfache Schals, Tücher, Baumwollmasken und Gesichtsvisiere (face shield) als Atemschutzalternative (sie sind als Schutz deutlich weniger gut) und achten Sie auf eine Bedeckung Ihrer Nase!

 

8. Waschen Sie Ihre Hände mit Seife gründlich d.h. ca. 30 Sekunden ( v.a. auch Fingerkuppen Nagelfalz, zwischen den Fingern etc.) oder desinfizieren (viruzide oder begrenzt viruzide Mittel) Sie sich Ihre Hände (bitte auch hier überall, also großzügig verteilen) vor der Behandlung und draußen bzw. zuhause, nachdem Sie Ihre Maske abgenommen haben. Berühren Sie Ihre Maske nicht mit Ihren Händen während Sie sie tragen oder beim Abnehmen (nur die Bänder und die Ränder zum korrigieren des Sitzes) und berühren Sie Ihr Gesicht erst wieder, wenn Ihre Hände ganz sauber sind.

 

9. Alle Flächen die Sie mit Kopf und Händen berühren, werden von uns desinfiziert.

 

10. Während der Behandlung bleiben die Fenster geöffnet und ein Ventilator oder ein Luftreinigungssystem (Puste-Richtung zum geöffneten Fenster) sorgen dafür, dass sich in der Luft keine infektiösen Aerosole halten können, so lange die Außentemperaturen das zulassen, d.h. die Raumtemperatur 20 Grad nicht unterschreitet.

Nach jeder Behandlung wird der Raum unabhängig von den Außentemperaturen komplett durchgelüftet (Durchzug). Das kann die Raumtemperatur kurzfristig etwas senken. Für einen Behandlungsraum mit nur 2 anwesenden Personen für max. 30 Minuten sind diese Maßnahmen ein sehr sicherer Schutz vor Ansteckungen "durch die Luft" (Aerosole).

 

11. Da eine Atemmaske dem Druck beim Husten und Niesen kaum standhalten kann, beachten Sie bitte die Etikette (Ellbogen statt Hand) und bitte geben mir vorher Bescheid wenn Sie einen Reiz spüren, damit ich etwas Abstand halten kann. Danke! 

 

12. Wenn Sie aus Altergründen, wegen medizinischer oder psychischer Probleme oder aufgrund Ihrer Einstellung keinen Mund-Nasenschutz tragen dürfen bzw. wollen, kann und darf ich Sie nicht behandeln. Lediglich ein ärztliches Attest darf Sie von dieser Pflicht befreien.

 

13. Da ich selbst Risikopatient (Lunge, Herz) bin, muss ich da besonders streng sein und behalte mir vor auch Patienten abzulehnen, die über ein Attest verfügen, sich in Risikosituationen begeben haben (Feiern, Reisen, Veranstaltungen) oder sich nicht an die Schutzregeln halten, wenn ich davon Kenntnis habe.

Ich bitte um Verständnis!

 

14. Aufgrund von Rückfragen:

Ich bin als Therapeut nur dann verpflichtet einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wenn ich den Sicherheitsabstand (1,50-2m) nicht einhalten kann, also Patienten über eine längere Zeit (wenige Sekunden, z.B. wenn man kurz aneinander vorbei geht, ohne sich anzusprechen, zu spucken, zu Husten oder zu Niesen sind unbedenklich) näher komme. Das geschieht nur während einer Behandlung! Bitte haben Sie Verständnis wenn Sie mich einmal kurzfristig ohne Mundschutz aber mit ausreichenden Sicherheitsabstand über den Flur rennen sehen, damit ich einmal kurz ohne Maske "durch atmen" kann, auch wenn Sie dass nicht dürfen. Ein Maskentag von 6-8 Stunden kann schon sehr lang werden... Vielen Dank! 

       

    

Physiotherapie-Krankengymnastik-Massagen

Wenn Sie eine möglichst optimale Physiotherapie bekommen möchten, kann es Ihnen helfen, wenn Sie gut informiert sind und ein par Tipps und Tricks kennen.

Der nachfolgende Patientenratgeber kann Ihnen helfen, vieles im Gesundheitssystem besser zu verstehen und das Beste aus einer Physiotherapie "auf Rezept" zu machen, egal wohin Sie gehen und egal wie Sie versichert sind.

 

Ratgeber Physiotherapie für Patienten

(Kapitel 1-16)

"Wer lesen will ist klar im Vorteil"

#Praxiswahl #Therapeutensuche #Absagen #Grenzen #Nebenwirkungen #Eigenübungen #Fachlich beste Therapie #Behandlungszeit #Terminprobleme #Bekleidung #Rezeptänderungen #Privatpatienten #Arzt verschreibt nichts #Hausbehandlungen #Alternativen #Corona.....


 

1. Welche Praxis ist die richtige?


WICHTIG: Hier in Henstedt Ulzburg, biete ich in meiner Heilpraxis keine(!) Physiotherapie (Krankengymnastik, Massagen, manuelle Therapie etc.) auf ärztliche Verordnung (Rezept) und auch privat (Selbstzahler) an.


Diese Behandlungen können Sie nur in einer dafür zugelassenen Fachpraxis durchführen. Ich führe Physiotherapie auf Rezept, allerdings aufgrund meiner Arbeit als Hypnosetherapeut, zeitlich begrenzt, ausschließlich in einer Fachpraxis in "Hamburg-Langenhorn" durch. Die Kontaktdaten nenne ich Ihnen gerne, auf Anfrage.


Ich empfehle Ihnen meinen physiotherapeutischen Kooperationspartner in Hamburg, nicht nur weil ich dort arbeite, sondern auch, weil es eine sehr schöne Praxis ist, dort sehr qualifizierte Therapeuten arbeiten (siehe Punkt 3. und 7.), die Behandlungszeiten im Rahmen der rechtlichen Vorgaben, relativ großzügig geplant werden können (siehe Punkt 8.) und auch der Service vergleichsweise sehr gut ist.


Natürlich gibt es auch andere Praxen, die gut arbeiten aber da ich nicht weiß, welchen Therapeuten Sie jeweils dort bekommen und wie die aktuellen Bedingungen in einer anderen Praxis sind, kann ich Ihnen leider keine anderen, für Sie wirklich zuverlässigen Empfehlungen geben.


  

 

2. Wann sollten Sie Termine immer absagen?

 

Wenn eine ansteckende Krankheit haben, bzw. entsprechende Symptome spüren oder Ihr Allgemeinzustand so schlecht ist, dass Sie eine Behandlung nicht aushalten können, sollten Sie Ihre Behandlungstermine rechtzeitig absagen.


Das gilt im besonderen Maße bei Infektionskrankheiten oder deren Symptome wie z.B. bei einer Magen-Darm Infektion, bis mindestens 3 Tage nach Abklingen der Symptome (Durchfall, Erbrechen) und auch bei grippalen Infekten/Erkältungen (die 1. Woche ist meistens besonders ansteckend und die Symptome sind anfangs auch nicht von Covid-19 zu unterscheiden).


Bei anderen Erkrankungen bzw. Infektionen, fragen Sie Ihren Arzt (manches kann man auch googeln), wie lange Sie noch für andere (Mitpatienten, Therapeuten) ansteckend sind und für sich Ruhe brauchen.

 

Training am Morgen überwindet den inneren Schweinehund

3. Wie findet man eine(n) gute(n) Physiotherapeut(en)in


Am erfolgreichsten sind die Behandlungen für Sie dann, wenn Sie einen Therapeuten finden, der über ein größeres Spektrum an Möglichkeiten ( diagnostische Testverfahren, Behandlungstechniken, Therapiekonzepte und Zertifikate) verfügt, der Ihnen (und auch Ihren körperlichen Signalen) zuhört, der  flexibel seine Therapie an Ihre Bedürfnisse und Reaktionen anpasst und dem Sie vertrauen. Schauen Sie ggf. auf die Website Ihrer Therapiepraxis oder fragen Sie konkret, wenn Sie z.B. nach einem bestimmten Behandlungsprinzip (neurologisch, manualtherapeutisch, atemtherapeutisch, Kieferbehandlung, spezielle Kindertherapie etc.) behandelt werden möchten.

Fragen Sie auch Ihren Arzt, oder Freunde, Nachbarn etc. nach Ihren Erfahrungen.

 

 

Welche Erfolgsquote hat "Physiotherapie"?


Mit Physiotherapie (Krankengymnastik, manuelle Therapie, Massagen etc.) erreichen wir eine Erfolgsquote von mindestens 70-80%. Erfolg heißt hier, eine wesentliche Linderung oder Beseitigung Ihrer Beschwerden und eine vollständige oder teilweise Wiederherstellung, Ihrer körperlichen Funktionen.


Was bedeutet das?

Es bedeutet, dass der weitaus größte Teil der Patienten eine Verbesserung Ihrer Funktionen und eine Linderung negativer Symptome erreicht, wenn sie regelmäßig eine gewisse Anzahl von Terminen (i.d.R. 3 Rezepte a' 6-10 Behandlungen) wahrgenommen haben.

Es bedeutet aber leider auch, dass rund 25% aller Patienten keine ausreichende Verbesserung Ihrer Probleme in den vorgegebenen Regelbehandlungen erreicht.

 

 Maßnahmen für einen Therapieerfolg

1.Finden Sie den richtigen Therapeuten, für Ihre Probleme. Nicht jeder Therapeut ist für jeden, individuellen Patienten, mit seinen speziellen Problemen immer, optimal geeignet. Das kann auch gelegentlich einmal ein Frage der Sympathie/Antipathie sein. Wenn es nicht passt, dann wechseln Sie auch einmal Ihren Therapeuten.

 

2. Welches ist die beste Maßnahme? Natürlich kann man nicht jedes Problem, bzw. jede Erkrankung immer durch physiotherapeutische Maßnahmen effektiv beeinflussen. Besprechen Sie Ihre besten Optionen (Therapiemöglichkeiten, Medikamente, Operation, Bestrahlung etc.) wieder gesund zu werden, mit Ihrem Arzt.

 

3.Und natürlich gibt es auch Probleme, deren Ursachen auf Ihrer seelischen Ebene liegen und therapeutisch einen entsprechenden Zugang benötigen. Vielleicht wäre eine Hypnosetherapie für Sie da ein gute Ergänzung.

 

4.Manchmal gibt es auch Störungen, die einen langfristigen Behandlungsbedarf von mehreren Monaten oder sogar Jahren haben. Dazu zählen autoimmune-, neurologische-, rheumatische- aber auch manche orthopädische, meist chronische Erkrankungen. Bei bestimmten Erkrankungen/Diagnosen kann Ihr Arzt Ihnen eine langfristige Therapie verordnen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt und Ihrer Krankenkasse.

 

5.Vielleicht liegt es auch an Ihnen selbst, wenn Sie nicht bereit oder in der Lage sind zuhause etwas zu tun (Übungen, Sport) oder sich schlecht ernähren. Lassen Sie sich da beraten und überwinden Sie Ihren inneren "Schweinehund". Tun Sie etwas für sich!!!

 

 

5. Reaktionen auf eine Physiotherapie

 

Tatsächlich kann es manchmal vorkommen, dass Sie nach einer Behandlung vorübergehend leichte oder sogar stärkere Reaktionen bekommen. Im Idealfall ist es eine Reaktion im Sinne von weniger Schmerzen und einer Funktionsverbesserung. In anderen Fällen aber kann es aber  auch zu "Nebenwirkungen" kommen.

 

8 Ursachen für "Nebenwirkungen"


1. Der behandelte Bereich war nicht Ihr ursächliches Problem sondern ein symptomatisches Folgeproblem, dass durch Anpassungs- oder Kompensationsvorgänge (Schonhaltung, Schutzspannung etc.) entstanden ist. Der Körper reagiert dann oft mit negativen Symptomen, bis die Schutzfunktion wieder hergestellt ist.

 

2. Ihr Körper ist vielleicht individuell besonders reaktionsfreudig (hypersensibel).

 

3. Ihr Nervensystem ist ggf. physiologisch bedingt, besonders schmerzempfindlich (häufig bei chronischen Schmerzen).

 

4. Bei einer psychischen/psychiatrischen Grunderkrankung (Angststörungen, Depressionen, Persönlichkeitsstörungen u.a.m.) sind häufig auch Körperwahrnehmung und Verarbeitungsprozesse verändert. Das kann dann häufiger zu "überraschenden" (paradoxe Reaktionen, Überreaktionen etc.) Reaktionen kommen.

  

5. Ihr Gewebe (Knochen, Sehnen, Muskeln, Knorpel/Bindegewebe) ist bereits geschädigt z.B. durch Traumen, Tumore, Entzündungen, Stoffwechselerkrankungen (Osteoporose), Medikamente (Antibiotika, Cortison) etc. Hier kann es durch eigentlich normale, sonst unproblematische passive oder aktive Bewegungen, äußerem Druck oder Zug und anderen äußeren Reizen, die sowohl im Alltag wie auch in einer Behandlung vorkommen können, dazu kommen, dass ein Schaden entsteht oder ein bestehender Schaden, sich verschlimmert.

 

6. Sie sind vielleicht genau an diesem Tag besonders "reizbar" bzw. empfindlich (Disposition).

 

7. Sie haben sich vielleicht vor oder nach der Behandlung ungünstig bewegt oder belastet und die daraus resultierenden Beschwerden, treten dann im zeitlichen aber nicht ursächlichen Zusammenhang mit der Behandlung auf.

 

8. Die Behandlung war für Sie an diesem Tag vielleicht überdosiert (zu stark) weil Ihr Therapeut  bislang immer besonders gute, schnelle Ergebnisse mit eher "kräftigen" Therapiereizen hatte, vielleicht nicht deutlich genug nach Schmerzreaktionen während der Übung oder Technik gefragt hat oder Sie Ihm diese nicht klar genug mitgeteilt haben.


 

6 Tipps, gegen Therapie-Beschwerden

   

1. Bleiben Sie "gelassen", wenn Ihr Körper einmal negativ auf eine Behandlung reagiert. Nur wenn eine Therapie an oder sogar über Ihre Grenzen geht, kann überhaupt Veränderung stattfinden. Wenn Sie in Ihrer "Comfort-Zone" bleiben gibt es für Ihren Körper überhaupt keinen Grund Veränderungsprozesse in Gang zu setzen. Nur wenn es zu einer Reaktion auf die Behandlung (und das ist leider oft auch unangenehm) kommt, zeigt Ihr Körper dass er sich verändert. Solche durch Therapiereize hervorgerufene Reaktionen, regulieren sich meist recht schnell, in wenigen Stunden oder Tagen. Oft geht es Ihnen danach sogar besser.

 

2. Sprechen Sie persönlich(!) mit Ihrem Therapeuten über die Reaktionen Ihres Körpers (während und auch nach der Behandlung), damit er Dosis und Lokalisation der Behandlung so verändern und anpassen kann, so dass stärkere(!), negative Reaktionen nicht mehr auftreten können. Therapie ist immer auch ein bisschen Versuch und Irrtum und Reaktionen kaum vorhersehbar. Es muss ein ständiges Anpassen an individuelle Reaktionen stattfinden, bis man die perfekte Dosis für Sie gefunden hat. Nur so kann Therapie funktionieren, alles andere wäre dann eher ein Wohlfühlprogramm (was ja auch manchmal sinnvoll sein kann).

 

3. Nutzen Sie natürliche Hausmittel wie Wärme- oder Kälteanwendungen, Pfefferminzöl, Salben leichte Bewegungsübungen im schmerzfreien Bereich und ggf. auch mal ein Schmerzmittel, um einen schlechten Tag zu überbrücken. Wenn neue Symptome entstehen oder die vorhanden Symptome nicht nach spätestens 1 Woche abnehmen sondern sich verstärken, hat das meist nichts mehr mit der Behandlung zu tun. Dann sollten Sie zum Arzt gehen.

  

4. Es gibt Behandlungen die nur funktionieren, wenn Sie eine gewisse, vorübergehende Schmerzreaktion während und auch nach der Behandlung akzeptieren. Dazu zählen bestimmte tiefe Muskel- und Faszientechniken (Triggerpunkte, Verhärtungen, Verklebungen) oder die Mobilisation eines chronisch (oder auch akut, z.B. nach Op.) steiften Gelenkes. Ebenso ist es so, dass die Behandlung chronischer Schmerzen (meist durch Inaktivität, Arthrose, alte ausgeheilte Verletzungen, rheumatische Krh. etc.) durch aktive Übungen/Sport aber auch durch manuelle Techniken nur dann wirklich optimal funktionieren, wenn Sie an- und über Ihre Grenzen gehen können und wollen! Es ist aber immer Ihre Entscheidung, wie weit Sie da gehen möchten, jeder Mensch reagiert anders.

    

5. Besprechen Sie vorab Ihre Ziele, Bedürfnisse und bisherige "Therapieerfahrungen". Wenn Sie einfach nur etwas Entspannung und ein leichtes Training brauchen, und keine negativen, schmerzhaften Reaktionen mehr riskieren möchten, ist das vollkommen verständlich. Vielleicht haben Sie die Erfahrung gemacht, dass Sie bzw. Ihr Körper auf eine zu intensive Therapie (Grenzbereich) nicht gut reagiert oder Sie sind zufrieden damit, wenn sich Ihr Zustand nicht verschlechtert. Es gibt immer auch sanfte Wege, etwas Gutes für Sie zu erreichen.

 

6. Wechseln Sie ggf. auch einmal den Therapeuten, wenn Sie nicht Weiterkommen, die Kommunikation nicht gut funktioniert oder auch, wenn Sie kein Vertrauen in Ihren Therapeuten und oder seine Maßnahmen aufbauen können.

 

 

6. Was müssen Sie selbst tun, damit Sie Erfolg haben?


Sie sind immer auch selbst gefordert etwas in Ihrem Leben zu verändern, indem Sie z.B. Zeit finden regelmäßig etwas für sich zu tun (gezielte Übungen, Sport, Entspannungstraining) und mit der nötigen Geduld und Disziplin an Ihren Problemen arbeiten.


Leider verschwinden nicht alle Probleme von selbst, manchmal ist an dem "frechen" Spruch "Turne bis zur Urne" etwas dran. Ohne Ihre Mithilfe und Ihr Engagement, auch wenn es manchmal eine anstrengende und mal schmerzhafte Angelegenheit sein kann, haben wir keine Chance einen nachhaltigen Erfolg zu erreichen! Und recht häufig gehört es auch dazu, auf anderen Ebenen etwas zu verändern, dass könnte z.B. eine Ernährungsumstellung, Veränderungen am Arbeitsplatz oder die therapeutische Arbeit an psychisch bedingten Spannungen sein.

Am meisten Bewegung haben Jogginghosen in der Waschmaschine

 

7. Wie bekommen Sie eine fachlich, optimale Behandlung?


Die Ausbildung Ihres Physiotherapeuten ist nur eine relativ "kurze" Ausbildung (3Jahre), für die er in vielen Fällen auch noch Schulgeld bezahlen musste. Wesentliche Teile dessen, was Ärzte verordnen können, wie die manuelle Therapie (MT), neurologische Erwachsenentherapie (KG-ZNS), neurologische Kinderbehandlung (KG-ZNS), manuelle Lymphdrainage (MLD), Therapie am (Sport-)Gerät (KGG, auch D1), Kiefergelenksbehandlung (CMD) werden nicht oder kaum unterrichtet. Therapeuten müssen dafür nach Ihrer Berufsausbildung zusätzliche kosten- und zeitintensive Kurse besuchen und spezielle Zertifikate erwerben. Sonst dürfen bzw. können sie diese Behandlungen nicht durchführen.


Dieser "Irrsinn" führt dazu, dass ein ausgebildeter Physiotherapeut, mit staatlicher Anerkennung etwa 50% aller Patienten nicht behandeln darf (bzw. kann).

  

5 Tipps für eine "TOP"- Behandlung:


1. Suchen Sie sich einen Therapeuten mit der Zusatzausbildung "manuelle Therapie" (MT). Ihr Therapeut hat dann immer mehrere Jahre Berufserfahrung und zusätzliche Qualifikationen.

 

2. Bei neurologischen Problemen, lassen Sie sich "KG-ZNS" (Bobath-Therapie, PNF o. Äh.) verordnen. Auch hier ist Ihr Therapeut dann besonders qualifiziert und bekommt mehr Behandlungszeit für Sie (i.d.R. 30 Min., statt 20 Min.).

 

3. Erklären Sie Ihrem Arzt, dass er mit diesen höherwertigen Verordnungen (KG-ZNS, manuelle Therapie, ergänzende Wärme oder Kälteanwendungen) die Wahrscheinlichkeit erheblich erhöht, dass Sie in qualifiziertere "Hände" kommen, die mehr Zeit für Sie haben. Ein guter, kompetenter Arzt sollte daran ein Interesse haben.

 

4. Bei Kiefergelenksproblemen (CMD), gehen Sie nur zu einem Therapeuten, der hier eine Zusatzausbildung gemacht hat. Fragen Sie danach!

 

5. Schauen Sie auf die Website, ob Ihr Therapeut ggf. noch weitere Therapiekonzepte einsetzt. Je mehr "Werkzeuge" ein Therapeut hat, um so flexibler und individueller kann er therapieren.


 

8. Warum ist die Behandlungszeit oft so kurz?


Die Ursachen:

Die durch die Verträge mit den Kassen vorgegebene Mindestbehandlungszeit, beträgt für die häufigsten Anwendungen wie: Krankengymnastik, manuelle Therapie und Massage nur 15 Minuten (= 4 Patienten/Std.). Thermische Zusatzanwendungen (Wärme, Eis) ca. 10 Min. zusätzliche Zeit, abzüglich Vor-und Nachbereitungsaufwand.


Real sind 15 Min. Behandlungszeit aber nur 10 Minuten tatsächliche Behandlungszeit, da die Zeit Untersuchung, Dokumentation, Umziehen und all die Dinge, die unmittelbar mit der Behandlung zu tun haben, beinhaltet. Ebenso sind Infektionsschutzmaßnahmen (Desinfektion, Lüften etc.) mit 5-10 Minuten pro Behandlung ebenfalls zeitintensiv.

Das ist in vielen Fällen viel zu wenig, um eine wirklich sinnvolle und qualifizierte Behandlung durchzuführen!


Selbst wenn die meisten Praxen 20 Minuten (sehr selten auch einmal mehr) für Sie einplanen, bleiben real nur 15 Minuten für Ihre Behandlung übrig. Das reicht i.d.R. nur für einzelne lokale Probleme, aber kaum für eine umfassende funktionelle, ganzheitlich ausgerichtete Behandlung.

 

6 Tipps für eine längere Behandlungszeit:


1. Klären Sie vorab, wie viel Behandlungszeit man für Sie reservieren kann (Anzahl der Behandlungen/Std.). Üblich sind je nach Verordnung 2-3 Patienten pro Stunde. Das hängt v.a. von den Betriebskosten und der Einnahmesituation einer Praxis ab  und/oder auch manchmal von dem Qualitätsstandard ab, den eine Praxis für sich festlegen will. Praxen die im 1/4 Stundentakt (4 Pat./Std.) Patienten abfertigen müssen, würde ich nicht auswählen, sie sind auch eine eher seltene Ausnahme.

 

2. Regeln Sie alle organisatorischen Dinge wie Terminangelegenheiten, Rezeptgebühr etc. wenn möglich, mit den Rezeptionskräften Ihrer Praxis (schauen Sie wie die Dienst haben) und nicht mit Ihrem Therapeuten. Die Rezeptionisten können das meist besser und Ihr Therapeut hat dann mehr Zeit für Ihre Behandlung.

 

3. Lassen Sie sich eine Doppelbehandlung verordnen, bzw. vereinbaren Sie diese mit Ihrer Therapiepraxis, wenn Ihre Praxis nur 15 oder 20 Minuten Zeit für Sie hat (bei 30 Min. Behandlungszeit reichen diese meist aus). Sie bekommen dann die doppelte Zeit (30-40 Min.), allerdings auch nur die Hälfte der möglichen Behandlungen (1 Doppeltermin= 2 Behandlungseinheiten). Das lohnt sich besonders dann, wenn Sie komplexere oder auch mehrere Probleme haben und bereit sind auch zuhause etwas für sich zu tun (aktives Training)! Der Effekt ist meist besser als viele Behandlungen zu bekommen, in denen Sie im Schnelldurchlauf "abgefertigt" werden. Allerdings ist zu viel therapeutischer Input manchmal auch nicht gut, besprechen Sie dass mit Ihrem Therapeuten.

 

4. Eine zeitlich und fachlich bessere Versorgung erhalten Sie auch, wenn Sie sich "Manuelle Therapie" mit dem Zusatz: "heiße Rolle" (oder Eisbehandlung wenn "Wärme" nicht passt) verordnen lassen. Sie können dann mit Ihrem Therapeuten die zeitlichen Schwerpunkte für die Behandlung ( z.B. längere Behandlung dafür weniger Wärme/Eis oder umgekehrt) so abstimmen, wie Sie es brauchen. Für diese thermischen Zusatzanwendungen kann man nochmal 5-10 Min. mehr Zeit für Sie planen. Für neurologische Patienten gilt das analog für die Verordnung: KG-ZNS (30 Min., statt 20 Min.).

 

5. Lesen Sie auch unbedingt weiter unten, den Abschnitt über passende "Therapie-Bekleidung".

 

6. Alternativ können Sie auch eine private Zusatzbehandlung "buchen", die man dann an Ihre Kassenbehandlung als "Block" dran hängt, z.B. um Bereiche des Körpers zu behandeln, die von der "Kassenverordnung nicht abgedeckt sind (z.B. Rücken und Schulter oder Hüfte und Lendenwirbelsäule oder ggf. auch eine entspannende Massage als Abschluss).



 

9. Keine Termine? Warten bis der Arzt/"Physio" kommt...


Die Wartezeit auf einen Therapieplatz ist regional unterschiedlich und hängt auch davon ab, welche Therapie genau Sie verschrieben bekommen haben. Der Durchschnitt liegt bei etwa 4 Wochen. Das bedeutet, dass es auch manchmal schneller gehen kann z. B. nur ein par Tage aber in vielen Fällen kann es auch einmal 5 oder 6 Wochen dauern, bis Sie Ihre Behandlung beginnen können. Das ist natürlich in vielen, besonders den akuten Fällen, ein unmöglicher Zustand, wie Sie es oft auch von Facharztterminen kennen.


Die Ursachen für die Misere:

 

 Die Kassen- Vergütung für Krankengymnastik, ist sehr gering (Durchschnitt ca. 22€). Für Anwendungen wie Hausbesuche, Massage, Lymphdrainage, D1 (med. Training), sind die Kassenhonorare gemessen an der vorgegebenen Behandlungszeit, noch deutlich geringer. Da haben die Krankenkassen in den letzten 40 Jahren, "gut" verhandelt, allerdings nur gut für sich selbst und nicht für Ihre Versicherten....

Wenn Sie einen Handwerker oder Automechaniker kennen, der für dieses Honorar (legal!) arbeiten würde, schicken Sie mir bitte sofort seine Adresse.

 

 Konsequenz der knappen Kassenhonorare, sind oft ein eher geringes Gehalt und recht schlechte Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter (Ausnahmen bestätigen die Regel). Auch die gesellschaftliche Anerkennung, ist leider nicht sehr groß. Wirtschaftliche Perspektivlosigkeit, drohende Altersarmut und ein "Gehetze" von Patient zu Patient, schreckt viele ab, den Beruf zu ergreifen oder führt dazu, dass überdurchschnittlich viele Therapeuten "aussteigen".

 

► Frustration und Perspektivlosigkeit sind häufigere Ursachen, dass nur 2/3 aller Fachschüler Ihre Ausbildung beenden oder sich gar nicht erst für diesen Beruf entscheiden. Die Ausbildungszahlen sinken kontinuierlich.

 

► Ein hoher Frauenanteil sorgt dafür, dass durch Erziehungsurlaub und familiäre Verpflichtungen, viele Therapeutinnen nicht mehr in den Beruf zurückkehren oder nur noch reduziert arbeiten können.

 

 Zunehmend geburtenstärkere Jahrgänge gehen (oft vorzeitig) in Rente oder halten den Belastungen einer Vollzeittätigkeit gesundheitlich nicht mehr stand. In kaum einem Beruf liegt die durchschnittliche Wochenarbeitszeit so niedrig.


Dagegen steht, dass der Bedarf therapeutischer Leistungen, aufgrund der sich verändernden Altersstruktur in unserer Gesellschaft, zunimmt.

Folge ist ein zunehmender Therapeutenmangel und damit die immer längeren Wartezeiten, auf einen Therapieplatz für Sie als Patient. 


 

5 Tipps, schneller einen Termin zu bekommen:


1. Lassen Sie sich auf dem "Rezept" vom Arzt ggf. einen spätesten Behandlungsbeginn von 6 Wochen eintragen, wenn das medizinisch vertretbar ist und Sie vorher keinen Termin bekommen. Sonst muss das Rezept innerhalb von 28 Tagen begonnen werden. Das ist zur Zeit nicht immer möglich (s.o.), wenn Sie nicht sehr flexibel sein können. Informieren Sie Ihren Arzt aber auch seine Helferinnen über die  Ihre Wartezeit auf einen Therapieplatz (erkundigen Sie sich vor ab). 

 

2. Lassen Sie sich auf die Warteliste setzen, jeden Tag sagen Patienten ab und die Chance relativ schnell einen Therapieplatz zu bekommen ist groß, wenn Sie flexibel einspringen können und die Praxis an Sie denkt, wenn mal ein Termin kurzfristig frei wird. Bringen Sie sich dafür nachhaltig in Erinnerung!

 

3. Rufen Sie mehrere Praxen an, die Chance einen Termin zu bekommen ist dann größer, wenn Sie  eine Praxis erwischen, bei der vielleicht jemand abgesagt hat oder die einen neuen Mitarbeiter eingestellt hat.

 

4. Halten Sie Ihre Termine ein, oder sagen Sie rechtzeitig ab. Nur so können andere Patienten (also ggf. auch Sie), z.B. von einer Warteliste versorgt werden! Akzeptieren Sie, dass Sie widrigenfalls (kurzfristige Absagen, Termin vergessen, privater/beruflicher Stress etc.) Ihrer Praxis die Leerlaufzeit erstatten müssen. Egal welche Gründe vorliegen, die entstehenden Kosten muss jemand übernehmen und die Therapiepraxen können das nicht dauerhaft leisten.

 

5. Wenn Sie (finanziell) können, suchen Sie nach Zwischenlösungen, bis Sie einen Therapieplatz bekommen. Das kann z.B. eine osteopathische Behandlung, eine chiropraktische Behandlung, eine Rehasport- Verordnung oder auch ein medizinisches Training in einem medizinisch orientierten Fitnessstudio oder einer Rehaeinrichtung sein.

Fitnessstudios machen nur fit wenn man hingeht.

10. Warum die "richtige" Kleidung so wichtig sein kann


Das klingt vielleicht nach einem banalen Thema, aber das ist es nicht. Die "Umziehzeit" zählt zu der von der Kasse vorgegebenen Behandlungszeit (15-25 Min.) und da machen 5 Minuten (Beginn und Ende der Behandlung) schon 25% Ihrer Behandlungszeit aus, wenn man 20 Minuten veranschlagt.


Denken Sie praktisch! Blusen Hemden, die man umständlich knöpfen muss, Röcke, Kleider, Strumpfhosen, Straßenhosen und alles was wenig elastisch und vielleicht eng geschnitten ist, ist wirklich unpraktisch. Wenn Sie geschickt planen, müssen Sie viele Dinge gar nicht ausziehen dass ist vielleicht für Sie oder auch Ihren Therapeuten manchmal angenehmer und man spart Zeit, die man besser nutzen kann.


Für jüngere Patienten spielt das alles sicherlich eine weniger große Rolle, einfach weil sie sich zumeist schneller bewegen können aber gerade ältere und motorisch eingeschränkte Patienten, tun sich oft schwer damit Kleidung an- und auszuziehen.

Für manche Menschen muss man schon  bis zu 10 Minuten einplanen und letztendlich von der Behandlungszeit abziehen. Das ist wirklich bedauerlich! Aber das kann man ändern und diese Zeit locker auf fast "Null" bringen, wenn man weiß wie. 

  

3 Tipps für optimale Bekleidung:


1. Eine elastische oder/und weit geschnittene Hose, die man hochschieben kann ( z.B. für Kniebehandlungen) oder runterziehen kann ( z.B. bei LWS/Beckentechniken) wie z.B. eine Jogginghose oder eine Shorts an wärmeren Tagen. Die brauchen Sie meist nicht auszuziehen.

 

2. Ein ärmelloses, weites, möglichst tief ausgeschnittenes Shirt, Unterhemd, oder Top (HWS- Schultergürtelbehandlungen), was sie dann während der Behandlung oft  gut anbehalten können. Oben-drüber, Pulli oder Sport-Jacke, die Sie schnell an- und ausziehen können.

 

3. Zeitsparend wäre es auch, wenn Sie sich schon vor der Behandlung umziehen könnten, z.B. wenn Sie von unterwegs kommen.

 

Zusammenfassung: Alles was Sie schnell an- und ausziehen können, indem Sie sich gut bewegen können, dass elastisch und weit genug ist, um es flexibel verschieben zu können und in dem Sie sich wohl und sicher fühlen, wäre ideal für beide Seiten.

   

 

11. Immer wieder: "falsche Rezepte"


Krankenkassen und Ärzteverbände haben ein kompliziertes Regelwerk (Heilmittelkatalog) mit hohem Fehlerpotential verfasst, dass genau vorschreibt wieviel, wann auf welche Weise verordnet werden darf. Nicht Sie, Ihr Arzt oder Ihr Therapeut entscheiden wie und wie oft behandelt werden darf, sondern ein Katalog, den sich "Verwaltungsmenschen" ausgedacht haben.


Fehlerhaft ausgestellte Verordnungen werden nicht vergütet. Für viele Kassen ist es ein kreativer Sport geworden, möglichst viele Rezepte als fehlerhaft einzustufen, um Geld zu sparen. Überprüfen muss das Ihre Therapiepraxis und Sie als Patient dürfen dann noch einmal zum Arzt rennen, wenn ein "Kreuzchen" an der falschen Stelle ist, ein Eintrag falsch ist oder realitätsferne Fristen nicht eingehalten werden können. Das kostet Sie und Ihren Therapeuten sinnlose Zeit und  Ihrer Therapiepraxis nicht selten, auch eine Menge Geld.


Ein weiterer Grund liegt darin, dass die Software für Rezepte neu oder unausgereift ist oder die Arzthelferinnen damit nicht gut zurechtkommen. Manchmal fehlt es auch an der nötigen Zeit und Konzentration, alle erforderlichen Textbausteine, Diagnosenummern und Kreuzchen korrekt auszufüllen und  vor dem Ausdruck noch zu kontrollieren.


Mit der Reform des Heilmittelkataloges ab Januar 2021, sollte es einfacher werden und fehlerhafte Verordnungen seltener vorkommen. Bisherige Erfahrungen deuten aber besonders in der Übergangsphase (alles neu, Arztsoftware unausgereift, komplizierte Regelungen etc.) eher nicht darauf hin. Insbesondere Patienten die einen langfristigen bzw. besonderen Behandlungsbedarf haben und mehr als die vorgegebenen 6 bzw. 10 Behandlungen pro Verordnung bekommen, benötigen spezielle Diagnosenummern damit das klappt.

  

4 Tipps um "Rezeptprobleme" zu vermeiden:


1. Überprüfen Sie selbst Ihr Rezept auf Vollständigkeit und Korrektheit, so gut Sie das können, bevor Sie die Arztpraxis verlassen. Fragen Sie da auch gerne Ihre Therapiepraxis worauf Sie achten können z.B. dass neue Formulare verwendet werden aber auch was angekreuzt werden muss, welche Schlüsselnummern zulässig sind und auch welche Diagnosen z.B. erforderlich sind wenn Sie einen langfristigen Therapiebedarf haben. Die Fehlerquote bei machen Arztpraxen ist leider immer noch ziemlich hoch.

 

2. Lassen Sie sich von der Arztpraxis ggf. eine längere Frist (normal 28 Tage) für den Beginn Ihrer Behandlung eintragen, z.B. 6 Wochen sonst ist Ihr Rezept verfallen, wenn Sie nicht innerhalb von 4 Wochen einen Termin bekommen. Fragen Sie da bei Ihrer Therapiepraxis nach, wie lange eine evtl. Wartezeit ist. 

 

3. Akzeptieren Sie, Ihren Aufwand eine fehlerhafte Verordnung korrigieren zu lassen, wenn das vorgeschrieben ist, d.h. die Therapiepraxis das nicht eigenmächtig korrigieren darf. Für Ihre Therapiepraxis bedeutet eine solcher Service für Sie ein Aufwand, der zu Lasten der Therapiezeit gehen würde. Außerdem sind Telefonate, Faxe, E-Mails mit Arztpraxen sind oft zeitintensiv und bedürfen häufig einer Nachfrage. Sie kennen das bestimmt...

 

4. Kümmern Sie sich auch rechtzeitig (mind. 4 Wochen im voraus) um Folgetermine, wenn Sie eine Folgeverordnung erwarten, damit die Behandlung nicht länger unterbrochen werden muss.


 

12. Wie Sie ein "Rezept" vom Arzt bekommen


Fakten:

Verordnet Ihr Arzt mehr Heilmittel als der Durchschnitt seiner Fachkollegen (Budgetierung), droht ihm ein Regressverfahren der Krankenkasse, d.h. dass ein Teil seiner Honorare ggf. gekürzt wird (Rückzahlungen). Um dass zu verhindern, muss er alles was er tut, umfangreich dokumentieren (das kostet Zeit und Nerven) oder möglichst wenig verordnen (das spart Zeit und Nerven). Letzteres, ist leider viel zu oft die Realität.


Nicht selten üben auch die Krankenkassen unmittelbar oder über die kassenärztlichen Vereinigungen Druck auf die Ärzte aus, um ein möglichst sparsames Verordnungsverhalten zu erreichen. Dazu gehören auch manchmal gezielte und angstmachende Desinformationen dahingehend, dass man nur eine gewisse Menge oder bestimmte Anwendungen verordnen darf, wenn man einen Regress (Honorarkürzungen, Rückzahlungen durch den Arzt an die Kasse) vermeiden will.

 Es ist nachvollziehbar, dass man als Arzt auch Unternehmer ist und wirtschaftlich denken muss.


Es  ist aber ein "Trauerspiel", wenn aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr das verordnet wird, was medizinisch notwendig ist, um Sie schnell wieder gesund und fit zu bekommen.

 

Die 4 besten Tipps um ein "Rezept" zu bekommen:


(wenn Sie es wirklich brauchen!)

1. Überzeugen Sie Ihren Arzt davon, dass Ihr Problem keine Bagatelle ist (bitte keinesfalls "untertreiben"), Ihnen Physiotherapie wichtig ist und ggf. schon oft geholfen hat. Danken Sie Ihm, wenn er sein knappes Budget für Sie nutzt, oft bedeutet es, dass er systembedingt dafür andere Patienten schlechter versorgen kann.

 

2. Melden Sie auch Ihrem Doktor zurück, wenn Ihnen die Behandlung gut getan hat. Auch das motiviert Ärzte, bei Verordnungen von Heilmitteln!

 

3. Bei Behandlungen, die aufgrund ihrer Schwere oder ihres chronischen Verlaufes einen langfristigen Behandlungsbedarf haben, gibt es eine Diagnoseliste der Krankenkassen (z.B. neurologische Krh, rheumatische Krh., postoperative Behandlungen u.a.m.), die auch Ihr Arzt kennen sollte. Bei diesen Diagnosen, darf Ihnen Ihr Arzt die Behandlungen langfristig und mit mehr Behandlungen als die üblichen 6 oder 10 Therapien pro Rezept verordnen. Diese speziellen Diagnosen werden dann nicht(!) in sein Budget hineingerechnet. Weisen Sie Ihren Arzt auf diese Möglichkeit hin, wenn Sie davon betroffen sind. Sie können diese Diagnoselisten "googeln" oder bei Ihrer Krankenkasse bzw. auch Therapiepraxis erfragen.

 

4. Weisen Sie Ihren Arzt auch darauf hin, dass er Ihnen eine qualifiziertere Verordnung (KG-ZNS, manuelle Therapie evtl. mit heißer Rolle, Eis etc.) ausstellen kann, wenn er eine bessere Behandlungsqualität oder auch eine längere Behandlungszeit für Sie wünscht (siehe Absatz 7+8).


 

13. Privatpatienten: 2 Klassen Medizin?


Nein! Im Therapiebereich herrscht (erfreulicherweise) Gleichberechtigung. 

Fast alle Privatversicherungen bezahlen  für Heilmittel wie eine Physiotherapie, oft sogar vertragswidrig (schauen Sie in die AGB Ihrer Versicherung), für eine "normale" Krankengymnastik, nur ca. 25€ gemäß (Beamten-)Beihilfesatz (ortsüblicher Preis), wenn Sie nicht einen besseren Vertrag abgeschlossen haben oder sich gegen Ihre PKV durchsetzen.

Das ist mittlerweile fast das Gleiche, wie es die Krankenkassen (ca. 22€) tun. Privatrechnungen erfordern aber wg. der Einzelabrechnung, der Einzelverträge, ggf. Zahlungserinnerungen/Mahnungen mehr Aufwand.

 

In vielen Praxen bezahlen Sie einen Eigenanteil privat dazu weil die meisten Privatversicherungen Ihre Vergütung an die niedrigen Beihilfesätze der Beamten ( auch als "ortsüblicher" Preis bezeichnet) orientieren. Diese Sätze sind aber in einer Gesamtkalkulation zu niedrig!

 

Die höheren Preise für Physiotherapie sind deshalb gerechtfertigt weil im Gesundheitssystem immer eine Gesamtkalkulation gemacht werden muss, um dem Versorgungsauftrag für alle Patienten gerecht werden zu können. Die Privatversicherten müssen durch etwas höhere und v.a. angemessene Honorare  die zu geringen Kassenpreise ausgleichen, damit das ganze funktioniert. Das klingt vielleicht ungerecht wenn man den Einzelfall "Leistung" betrachtet, ist aber gerecht wenn man es sozial betrachtet!    

 

4 Tipps für Privatversicherte: 

1. Versichern Sie sich besser, wenn Ihre Versicherung angemessene Honorare von Therapeuten nicht akzeptieren will, verhandeln Sie da mit Ihrer PKV. Manche übernehmen dann die vollen Kosten.

 

2. Nehmen Sie ggf. einen höheren Eigenanteil (Zuzahlung) in Kauf.

 

3. Handeln Sie mit Ihrer Therapiepraxis eine bessere Versorgung aus (z.B. Doppelbehandlungen), wenn Ihnen die übliche "15/20 Minuten Therapie" nicht ausreicht (bei 30 Min. Behandlung, reichen diese je nach Problemen oft aus).

 

4. Lassen Sie sich eine Zusatzleistung wie Fango, heiße Rolle oder Eis verordnen und am besten eine Zertifikatsleistung, wie manuelle Therapie oder KG-ZNS (KG-Neuro) rezeptieren. Das bedeutet meist längere Behandlungszeit und oft auch eine bessere Behandlungsqualität für Sie!


 

14. "Problemfall" Hausbehandlungen


Viele Patienten machen derzeit die Erfahrung, dass Sie keine Therapiepraxis finden, die in absehbarer Zeit freie Termine, für Hausbehandlungen hat.


Woran liegt das?

Eine Therapiepraxis ist keine steuer-oder spendenfinanzierte Einrichtung sondern eine wirtschaftliches Unternehmen mit hohen Betriebskosten (Miete, Auto, Gehälter, etc.) das wirtschaftlich existieren muss, wenn es überleben will.


Hausbesuche sind zeitaufwendig (Fahrtzeit, Parkplatzprobleme etc.) , kostenintensiv (Autokosten) und für die Therapeuten körperlich belastend (keine Hilfsmittel, verstellbare Therapieliege, erhöhtes Unfallrisiko etc.).


Insbesondere in Pflegeheimen sind besonders aufwendige Hygienemaßnahmen (Schutzkleidung FFP2 Masken, Schutzbrille etc.) und oft Schnelltests (COVID-19) erforderlich, die viel Zeit, und Kraft kosten Dagegen steht eine Vergütung  für Fahrtkosten und zusätzlichem Zeit-und Kraftaufwand) der Krankenkassen von 13-20€ zusätzlich zur Therapieleistung. Das deckt auch ohne "Corona- Maßnahmen" kaum die Kosten. Eine Taxifahrt wäre teurer...


Wenn Sie in einer Pflegeeinrichtung wohnen, bezahlt die Krankenkasse noch weniger (pauschaler, reduzierter Satz für Pflegeheime), selbst wenn Sie als einziger(!) Patient dort angefahren werden. Das ist nicht mehr kostendeckend, beschämend und letztendlich für diese Patientengruppe, auch diskriminierend. Viele Praxen fahren einzelne Patienten in Pflegeeinrichtungen nicht mehr an. 


Wann sind Hausbesuche überhaupt zulässig?


Erforderlich für einen ärztlich verordneten Hausbesuch, ist immer eine medizinische(!) Indikation  wie z.B. eine Transportunfähigkeit des Patienten oder eine Gefährdung von Therapiezielen, durch die Belastungen der Anfahrt. 

Eine solche, enge Indikation, liegt bei strenger Betrachtung, nur sehr selten vor. 

Wenn Sie z.B. Ihren Arzt aufsuchen können, familiäre oder andere Besuche machen können oder grundsätzlich in ein Auto/Taxi steigen könnten, liegt eine medizinische Indikation für einen Hausbesuch i.d.R. nicht(!) vor und Sie könnten in den meisten Fällen eine Therapiepraxis aufsuchen.

Ein fehlendes Auto oder eine fehlende Begleitung oder hohe Taxikosten oder Wetterwidrigkeiten sind keine medizinische Indikation. Hier ist Ihre Krankenkasse gefordert für Ihre Versorgung das Notwendige wie z. B. einen Transport, zu veranlassen und zu bezahlen!


Wann muss es eine Hausbehandlung sein:


»Neurologische Patienten, für die eine Auto- oder Rollstuhlfahrt großer Stress mit nachteiligen körperlichen Reaktionen (Spastik, Krämpfe, Schmerzen etc.) bedeuten würde.


»Schwache, labile, oft auch sehr alte Menschen, mit Herz- und Kreislauf oder anderen, schweren organischen Problemen, die eine Autofahrt und ein par Schritte kaum schaffen.


»Patienten nach großen, akuten Verletzungen oder Operationen.


Warum ist eine Praxisbehandlung meist sinnvoller?


Eine Hausbehandlung ist fast immer, je nach den zu behandelnden Problemen, weniger effizient als eine Praxisbehandlung. Ein großer Teil aller manuellen und aktiven Möglichkeiten, die für eine optimale Behandlung sinnvoll wären, sind im Hause des Patienten nicht oder nur eingeschränkt durchführbar.

Auch sind die Bedingungen im Privathaushalt (Treppen, Möbel, Teppiche, Haustiere etc.), vielfach unfallträchtiger, und für beide Seiten körperlich belastender als in einer behindertengerechten Praxis.

Ihr Therapeut kann in einer Praxis mit verstellbarer Therapiebank, Therapiegeräten etc. viel mehr mit Ihnen machen und sich selbst und seine Gesundheit besser schützen.


 

Haben auch Patienten an der Hausbesuchsmisere Ihren Anteil?


Leider schon! Bei den Engpässen für eine häusliche Versorgung, spielt es auch eine nicht unerhebliche  Rolle, dass viele Kapazitäten mit Patienten belegt sind, die mit familiärer Hilfe, mit einem Taxi oder dem E-Rollstuhl ohne weiteres in eine Praxis kommen könnten, aber Kosten, Stress, schlechtes Wetter und  die Anstrengungen nicht auf sich nehmen wollen, bzw. dass ganze nicht gut und zuverlässig organisiert bekommen.


Das ist menschlich verständlich, entspricht aber nicht der strengen, geforderten, medizinischen Indikation und führt dazu, dass die Patienten die wirklich aus medizinischen Gründen eine Hausbehandlung benötigen, oft keine Termine mehr bekommen können.

Therapieleistungen sind kein Pizza-Service. 

 

Die 5 besten Tipps für Hausbehandlungen:


1. Rufen Sie mehrere Praxen an und vor allem vorrangig Praxen, die nah an Ihrem Wohnbereich liegen, wenn Sie einen Termin brauchen.

 

2. Suchen Sie in Ihrem Interesse nach einer Möglichkeit, ihre Behandlung in einer Praxis durchzuführen, bzw. wechseln Sie vom Hausbesuch zur Praxisbehandlung, sobald Sie wieder etwas stabiler geworden sind.

 

3. Nehmen Sie die Anstrengungen,  den Stress und die Kosten dafür in Kauf, die Sie verkraften können. Es lohnt sich, wenn Ihr Ziel nicht eine Minimalversorgung sondern die bestmögliche therapeutische Betreuung ist. Es trägt auch oft als "Trainingseffekt" zu Ihrer Genesung bei, wenn Sie lernen, aktiv die Anstrengungen und Mühen einer "Anfahrt"  zu bewältigen. 

 

4. Wenn Sie keine Praxis finden, die Ihnen eine Hausbehandlung anbieten kann (zur Zeit gibt es kaum Termine oder wochen-monatelange Wartezeiten, s.o.), wenden Sie sich an Ihre Kasse. Diese ist gesetzlich verpflichtet, Ihre Versorgung zu gewährleisten. Dazu gehört es auch, einen Transport, z.B. mit dem Taxi in eine Praxis zu bezahlen. Das setzt voraus, dass Sie keinen Therapeuten finden, der zu Ihnen ins Haus kommen kann aber alternativ, Praxistermine angeboten bekommen und noch so belastbar sind, eine Autofahrt unbeschadet überstehen zu können.

 

5. Unterstützen Sie Ihren Therapeuten so gut Sie können. Besprechen Sie z.B. miteinander, ob die Anschaffung einer Therapieliege (kostet Sie nur ca. 100€) oder anderer Hilfsmittel, sinnvoll und erleichternd für sie beide sein könnte, insbesondere wenn Sie längerfristig im Haus behandelt werden müssen. Organisieren Sie ggf. auch einen Parkplatz, wenn es bei Ihnen diesbezüglich "eng" ist und Ihr Therapeut Sie mit dem Auto anfahren muss. Längere Parkplatzsuche oder das Risiko ein Knöllchen zu bekommen, sind oft ein Hindernis für eine Hausbesuch.

 

"Corona"-Aktualisierung: 

Als Hauspatient gehören Sie zu meist aufgrund Ihres Alters, Ihrer Behinderung und Ihrer medizinischen Vorgeschichte zu den sogenannten Risikopatienten für einen schwereren Verlauf einer "Corona-Infektion". Therapeuten die zu Ihnen ins Haus kommen, haben berufsbedingt engen Kontakt mit sehr vielen Menschen. Menschen die im Gesundheitssystem arbeiten haben trotz aller Schutzmaßnahmen (Hygiene, Masken etc.) ein bis zu 7-fach höheres Ansteckungsrisiko als andere Berufsgruppen. Damit sind auch Sie als Risikopatient gefährdet! 

Bitte überlegen Sie zusammen mit Ihrem Arzt gut, ob eine Physiotherapie wirklich medizinisch notwendig ist, solange Sie nicht geimpft (2mal!) sind. Wenn Sie befürchten ohne Therapie gesundheitlichen Schaden zu nehmen, ist ein eventuell minimales Ansteckungsrisiko gerechtfertigt. Wenn andere Maßnahmen wie z.B. Gehtraining und Gymnastik im Bett möglich sind bzw. ausreichen könnten, verzichten Sie auf einen zusätzlichen Kontakt!


 

15. Die Ursachen der "Therapie-Misere"


Eigentlich reichen 3 Sätze:


1. Wenn man nur für eine Wurst mit Pommes bezahlen will, bekommt man kein "Sterne-Menü". Krankenkassen haben aus Eigeninteresse, jahrzehntelang Druck ausgeübt, damit Therapien möglichst billig bleiben, ohne sich um die Konsequenzen zu kümmern.

 

2. Jahrzehntelang waren Sparen und das Verwalten von Gesundheit wichtiger, als eine gute medizinische Versorgung und eine ordentliche Vergütung von Therapeuten. 

 

3. Jetzt haben wir den Salat (Frust, Therapeutenmangel, Versorgungslücken).

 

Was können Sie als Patient tun?

 

Wechseln Sie konsequent Ihre Kasse, wenn Sie merken, dass Sie nicht gut betreut werden. Wenden Sie sich an Ihre Kasse, wenn Sie keine Termine bekommen und fordern eine Sicherstellung Ihrer medizinischen Versorgung ein. Das kann ein Transport sein oder auch eine höhere Vergütung wenn eine Praxis Sie außerhalb der Öffnungszeiten behandelt oder aufgrund von Hygieneverpflichtungen wie "Corona-Tests" in Einrichtungen Sie nicht mehr wirtschaftlich versorgen kann.

 

Fragen Sie Ihre Therapiepraxis, welche Kassen besonders schlecht bezahlen und schikanös gegenüber Ihrem Heilmittelerbringer agieren. Schauen Sie auch nach deren Verwaltungskosten, die Sie mit Ihren Beiträgen bezahlen müssen. Die Kassen, die Ihre therapeutischen Vertragspartner schlecht behandeln, werden auch Ihnen gegenüber wenig kulant und fair sein, auch wenn es bisher vielleicht keine Probleme gab. Die werden garantiert kommen, wenn Sie irgendwann auf spezielle, medizinische Leistungen angewiesen sind oder Kulanzentscheidungen brauchen.

 

Schauen Sie sich vor der nächsten Wahl an, welche Parteien im Gesundheitssystem echte Verbesserungen durchsetzen wollen oder es durchgesetzt haben und auch, ob das Thema Therapiepraxen überhaupt im Wahlkampf und in den Parteiprogrammen vorkommt.

 

Unterstützen Sie Ihre Therapeuten, wenn diese sich für ihre eigenen Belange einsetzen (Demos, Aktionen, Streiks). Sie tun es auch für Sie und eine bessere therapeutische Versorgung.

 

►"Meckern" Sie nicht mit Ihrer Therapiepraxis, wenn Sie keine Therapie bekommen oder wochenlang auf Termine oder Folgebehandlungen warten müssen. Die Therapeuten haben die Misere nicht verursacht. Sie können nicht mehr als arbeiten. Verantwortlich sind Politik und Krankenkassen aber auch Ärzteverbände, die die Regeln gemacht haben, die den Therapeutenmangel verursacht haben. Wenden Sie sich an Ihre Krankenkasse (ggf. auch an die Öffentlichkeit) und verlangen Sie, dass Ihre Kasse  Ihrer Pflicht nachkommt, Ihre Versorgung zu gewährleisten. Ohne Druck von Ihrer Seite als Versicherter, werden sich diese Institutionen nicht bewegen.


 

16. Wie können Sie noch für sich selbst sorgen?

 

Investieren Sie, wenn Sie es können, auch einmal etwas Geld in Ihre Gesundheit, so wie Sie auch viel Geld für andere Dinge ausgeben. Eine  private Physiotherapie oder Massage oder was auch immer Sie mit Ihrer Therapiepraxis aushandeln können und wollen, dient Ihrem Wohlbefinden und Ihrer Gesundheit und kostet vergleichsweise (Urlaub, Auto, Freizeitaktivitäten) wenig Geld. Gibt es etwas wichtigeres?

Alternativ, bzw. als Übergangslösung, können Sie auch eine Osteopathie oder eine chiropraktische Behandlung beim Arzt oder Heilpraktiker wahrnehmen und ergänzend, wenn Sie aktiv arbeiten können, in ein gesundheitsorientiertes Fitnessstudio gehen oder sich durch einen Arzt  "Rehasport" verordnen lassen.

Ich weiß dass es nervt, wenn man immer für alles bezahlen muss. Aber vielleicht gibt es Dinge für die es sich auch lohnt Eigenleistungen zu erbringen.


Manche brauchen eher einen Bewegungsmelder als einen Schrittzähler

Informationen über meine physiotherapeutische Arbeit:

(für Patienten die es interessiert, z.Zt. in HH-Langenhorn)


Meine 5 Ziele für Sie:


1. Schmerzlinderung


2. Beweglichkeitsverbesserung


3. Stabilität (Kraft und Ausdauer)


4. Koordinationsverbesserung (Gleichgewicht etc.)


5. Hilfe zur Selbsthilfe


 

Mein 7-stufiger Behandlungsaufbau:


1. Anamnese (Befragung)

 

2. Untersuchungstechniken


3. Behandlungsplanung


4. Behandlung Ihrer Gelenkfunktionsstörungen


5. Behandlung Ihrer faszialen, muskulären und neuralen Fehlfunktionen


6. Instruktion gezielter Übungen


7. Übungsbehandlung bei neurologischen Patienten


Dein Körper kann alles wenn Du deinen Geist überzeugen kannst

 

Meine "Philosophie"


Meine Vorgehensweise ergibt sich aus den o.g. Zielen und dem Behandlungsaufbau. Ich sehe den Schwerpunkt meiner Arbeit darin Sie dahin zu bringen, dass Sie Ihre Gesundheit wieder in eigenen Hände nehmen können.


Dazu gehört es für mich, Ihre Gelenke/Wirbelsäule, Muskeln, Faszien und Nerven mit Hilfe der manuellen und osteopathischen Techniken wieder schmerzfreier, beweglicher, besser versorgt (Durchblutung, Lymphabfluss) und belastbarer zu machen. Dann sind Sie, bzw. Ihr Körper wieder effektiver in der Lage, Trainingsreize durch Sport und gezielte Übungen (die erarbeiten wir, soweit noch nicht geschehen) optimal zu verarbeiten.


Meine Schwerpunkte liegen also bei Behandlungen, bei denen  Funktionsprobleme und Schmerzen im Fokus sind und man zielorientiert arbeiten kann. Die Behandlung von neurologischen Patienten, insbesondere wenn es sich um Langzeittherapien handelt, gehört auch wenn auch nicht ganz uneingeschränkt (siehe unten :"was mache ich nicht"), zu meinen Aufgaben und Kompetenzen  als "Bobath-Therapeut". 

 

Bei mir ist eine Physiotherapie eine medizinische Behandlung und als die Basis (nicht als Ersatz) für Eigeninitiative zu betrachten. Eine manuelle Behandlung oder auch Massage, ist nach heutigem Wissenstand langfristig, nur mit ergänzendem, aktivem Training bzw. gezielten Übungen wirksam.


Wenn dass für Sie passt, freue ich mich auf eine Zusammenarbeit bei meinem physiotherapeutischen Kooperationspartner in Hamburg (Kontaktdaten gern auf Nachfrage).


 

Suchen Sie nach einer bestimmten Therapie?


Meine Zertifikate:


KG-ZNS/neurologisch (Bobath-Therapie, PNF Technik)

Manuelle Therapie (Maitland)

Kieferbehandlung (CMD)

Osteopathische-craniosakrale Techniken (im Rahmen der manuellen Therapie)

Sehnen/Bänder Techniken nach  Dr. Cyriax (Querfriktion)

Muskelfunktionsbehandlung (Brügger-Therapie, Funktionelle Bewegungslehre)

Muskel- und Faszientechniken (Massagen, Dehnung etc.)

Neurale Mobilisation (Nervenschmerzen und Störungen)

Tiefenentspannungstechniken (Selbsthypnose und progressive Muskelentspannung)

KG am Gerät (med. Training)

Funktionelle Übungstherapie (coaching)

Massagen (medizinisch und zur Entspannung)

➥ Thermische Anwendungen (warm, kalt)

u.v.m.


 

Was mache ich nicht:


► Die Behandlungen von Kleinkindern (unter 6 Jahren) und Babys (KG-ZNS-Kinder, oder auch "reine" Übungstherapie) sowie die manuelle Lymphdrainage (MLD), führe nicht durch!

 

► Kinder ab 6 Jahren, die "keine konkreten Beschwerden" wie z.B. Schmerzen oder konkrete Bewegungseinschränkungen haben, sondern längerfristig Übungen "turnen" wollen bzw. müssen, z.B. vorbeugend, wg. "Verformungen" des Rückens bzw. anderer Gelenke (Skoliose, Rundrücken, Gelenkfehlstellungen etc.) oder auch wg. neurologischen/motorischen Defiziten, empfehle ich aus Kompetenzgründen, sich an entsprechend erfahrenere Therapeuten zu wenden, die sich auf Kinder spezialisiert haben.

 

► Neurologische Patienten aber auch sonst schwerbehinderte Menschen, die nicht mehr gut mithelfen können und z.B. gehoben werden müssen (Transfer) oder sich im Bett  nicht hochziehen  oder Aufsetzen können, die sich nicht hinstellen oder eigenständig Stehen können etc. (meist Hausbehandlungen oder Rollstuhlfahrer), kann ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr adäquat behandeln und absichern. 


 

Aktuell aufgrund von ***Corona***


Zur Zeit behandele ich keine(!) Patienten mit:


KG-Atemtherapie (spez. Schutzausrüstung erforderlich)

 

 Störungen des Kiefergelenkes (CMD), bei welchen ich intraorale Techniken (im Mundinneren) anwenden muss. (MNS nicht möglich und Ansteckungsrisiko zu hoch).

 

Patienten die keinen Mundschutz tragen können, wollen oder dürfen (aus Eigenschutz).


Aus Infektionsschutz- und gesundheitlichen Gründen übernehme ich zur Zeit "Hausbesuche" nur noch nach einem persönlichen Telefonat, in besonderen Ausnahmefällen und unter besonderen Bedingungen. Einzelbehandlungen in Pflegeeinrichtungen übernehme ich grundsätzlich nicht mehr.


  

Anfragen zum Thema "Physiotherapie" bitte möglichst als E-Mail oder WhatsApp., DANKE:


  Kontaktinfos

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