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Physiotherapie, Tipps und Infos 

Wichtig: Hier in dieser Praxis, keine Behandlung auf "Rezept"!

Auf Nachfrage und Wunsch meiner Patienten, mit vorwiegend körperlichen Störungen, die mich noch von meiner Arbeit als Physiotherapeut kennen, habe ich diese Info-Seite mit vielen (Insider-)Tipps erstellt:

Für Patienten, die genauer wissen wollen wie ich persönlich arbeite, habe ich im Anschluss alle wichtigen Informationen darüber zusammengestellt.

 

Wohin können Sie gehen?

Hier in Henstedt-Ulzburg biete ich(!) keine Physiotherapie auf ärztliche Verordnung (Kassen- und Privatrezepte) an. Sie müssen dafür in eine speziell auf diese Behandlungen zugelassene Praxis gehen!

Ich führe körpertherapeutische Behandlungen in Form von Krankengymnastik, manueller Therapie oder Massagen auf ärztliche Verordnung in einer kleinen Praxis in Hamburg (Langenhorn) durch.

Adresse und Kontaktdaten nenne ich Ihnen auf Anfrage gerne.  

Wenn Hamburg für Sie nicht zu weit weg ist, empfehle ich Ihnen natürlich diesen Kooperationspartner sehr gerne. Die Standards sind dort gemessen an den miserablen Bedingungen denen kassenfinanzierte Therapiepraxen unterliegen, noch relativ hoch.  Das findet man leider nicht mehr sehr oft. Ansonsten, fragen Sie Familie, Nachbarn, Freunde, Bekannte oder Ihren Arzt nach deren Erfahrungen.

 

Training am Morgen überwindet den inneren Schweinehund

Wie finden Sie einen geeigneten Physiotherapeuten für Ihr Problem?

Am erfolgreichsten sind die Behandlungen für Sie dann, wenn Sie einen Therapeuten finden, der über ein größeres Spektrum an Möglichkeiten ( diagnostische Testverfahren, Behandlungstechniken, Therapiekonzepte) verfügt, der Ihnen (und auch Ihren körperlichen Signalen) zuhört, der  flexibel seine Therapie an Ihre Bedürfnisse und Reaktionen anpasst und dem Sie vertrauen. Fragen Sie Ihren Arzt, oder Freunde, Nachbarn etc. nach Ihren Erfahrungen. Internetbewertungsportale sind kaum aussagekräftig und auch die Webseiten der Anbieter, sind leider oft veraltet und wenig informativ.

 

Warum hilft Ihnen die Behandlung nicht immer?

Mit Physiotherapie erreichen wir eine Erfolgsquote von etwa 80%.

Was bedeutet das?

Es bedeutet, dass der weitaus größte Teil der Patienten eine Verbesserung Ihrer Funktionen und eine Linderung negativer Symptome erreicht, wenn er regelmäßig eine gewisse Anzahl von Terminen (i.d.R. 3 Rezepte a' 6-10 Behandlungen) wahrnimmt

Es bedeutet aber leider auch, dass rund 20% aller Patienten keine ausreichende Verbesserung Ihrer Probleme in den vorgegebenen Regelbehandlungen erreicht. 

Tipps (Ursachenforschung):

-Nicht jeder Therapeut ist für jeden, individuellen Patienten, mit seinen speziellen Problemen immer, optimal geeignet. Hier kann manchmal ein Therapeutenwechsel helfen. Ihr Therapeut kann super qualifiziert und vielleicht sogar noch sympathisch sein, aber manchmal braucht es eine andere Energie und neue Ideen, um weiter zu kommen.

-Ebenso kann man nicht jedes Problem, bzw. jede Erkrankung immer durch physiotherapeutische Maßnahmen effektiv beeinflussen.

-Manche Störungen kann man nur oder zusätzlich, medikamentös oder chirugisch behandeln.

-In anderen, seltenen Fällen gibt es auch Probleme, die man kaum beeinflussen kann und mit denen Sie vielleicht bis zu einem gewissen Grad leben müssen.

-Und natürlich gibt es auch Probleme, deren Ursachen auf Ihrer seelischen Ebene liegen und therapeutisch einen entsprechenden Zugang benötigen.

-Leider gibt es auch Störungen, die einen langfristigen Behandlungsbedarf von einem oder mehreren Jahren haben. Dazu zählen autoimmune-, neurologische-, rheumatische- aber auch manche orthopädischen Erkrankungen. 

Um einschätzen zu können was für Sie zutrifft, brauchen Sie einen guten Arzt, einen guten Therapeuten, die bestmögliche Diagnostik, eine offene, ehrliche Kommunikation und natürlich auch in manchen Fällen, etwas Selbstreflexion.  

 

Was müssen Sie zu einem Therapieerfolg beitragen?

Sie sind immer auch selbst gefordert etwas in Ihrem Leben zu verändern, indem Sie z.B. Zeit finden regelmäßig etwas für sich zu tun (gezielte Übungen, Sport, Entspannungstraining) und mit der nötigen Geduld und Disziplin an Ihren Problemen arbeiten. Leider verschwinden nicht alle Probleme von selbst, manchmal ist an dem "frechen" Spruch "Turne bis zur Urne" etwas dran. Und recht häufig gehört es auch dazu, auf anderen Ebenen etwas zu verändern, dass könnte z.B. eine Ernährungsumstellung, Veränderungen am Arbeitsplatz oder die therapeutische Arbeit an psychisch bedingten Spannungen sein.

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Wie bekommen Sie die fachlich bestmögliche Therapie?

​Die Ausbildung Ihres Physiotherapeuten ist nur eine Kurzausbildung (3Jahre), für die er in vielen Fällen auch noch Schulgeld bezahlen musste. Wesentliche Teile dessen, was Ärzte verordnen können, wie die manuelle Therapie (MT), neurologische Erwachsenentherapie (KG-ZNS), neurologische Kinderbehandlung (KG-ZNS), manuelle Lymphdrainage (MLD), Therapie am (Sport-)Gerät (KGG, auch D1), Kiefergelenksbehandlung (CMD) werden nicht oder kaum unterrichtet. Therapeuten müssen dafür nach Ihrer Berufsausbildung zusätzliche kosten- und zeitintensive Kurse besuchen und Zertifikate erwerben. Sonst dürfen sie diese Behandlungen nicht durchführen.

Dieser Irrsinn führt dazu, dass ein ausgebildeter Physiotherapeut mit staatlicher Anerkennung etwa 50% aller Patienten nicht behandeln darf.  

Tipps:

-Suchen Sie sich einen Therapeuten mit den Zusatzausbildungen "manuelle Therapie" oder auch Osteopathie. Ihr Therapeut hat dann mehrere Jahre Berufserfahrung und zusätzliche Qualifikationen.

-Bei neurologischen Problemen, lassen Sie sich "KG-ZNS" (Bobaththerapie, PNF o.Äh.) verordnen. Auch hier ist Ihr Therapeut dann besonders qualifiziert und bekommt mehr Behandlungszeit für Sie.

-Bei Kieferproblemen, gehen Sie nur zu einem Therapeuten, der hier eine Zusatzausbildung gemacht hat. Fragen Sie danach!

 

Warum ist die Behandlungszeit oft viel zu kurz?

​Die durch die Verträge mit den Kassen vorgegebene Mindestbehandlungszeit, beträgt für die häufigsten Anwendungen wie: Krankengymnastik, manuelle Therapie und Massage nur 15 Minuten (= 4 Patienten/Std.).

Real sind das aber nur 10 Minuten reine Behandlungszeit, da die Zeit Untersuchung, Dokumentation, Umziehen und all die Dinge, die unmittelbar mit der Behandlung zu tun haben, beinhaltet.

Das ist viel zu wenig, um eine sinnvolle und qualifizierte Behandlung durchzuführen! Selbst wenn die meisten Praxen 20 Minuten (sehr selten auch mal mehr) für Sie einplanen, bleiben real nur 15 Minuten für Ihre Behandlung übrig. Das reicht i.d.R. nur für einzelne lokale Probleme, aber kaum für eine umfassende funktionell, ganzheitlich ausgerichtete Behandlung. 

Tipps:

-Klären Sie vorab, wie viel Behandlungszeit man für Sie reservieren kann (15, 20, 25, 30 Min. Takt?). Das hängt v.a. von den Betriebskosten und der Einnahmesituation einer Praxis ab  und/oder auch manchmal von dem Qualitätsstandard ab, den eine Praxis für sich festlegen will.

-Lassen Sie sich eine Doppelbehandlung verordnen bzw. vereinbaren Sie diese mit Ihrer Therapiepraxis, wenn Ihre Praxis nur 15 oder 20 Minuten Zeit für Sie hat. Sie bekommen dann die doppelte Zeit (30-40 Min.), allerdings auch nur die Hälfte der möglichen Behandlungen. Das lohnt sich besonders dann, wenn Sie komplexere oder auch mehrere Probleme haben! Der Effekt ist meist besser als viele Behandlungen zu bekommen, in denen Sie im Schnelldurchlauf "abgefertigt" werden.

-Eine zeitlich und fachlich bessere Versorgung erhalten Sie auch, wenn Sie sich "Manuelle Therapie" mit dem Zusatz: heiße Rolle, Moor/Fango oder Eisbehandlung verordnen lassen. Für neurologische Patienten gilt das analog für die Verordnung: KG-ZNS.

-Alternativ können Sie auch privat eine Zusatzbehandlung "buchen", die man dann an Ihre Kassenbehandlung als "Block" dranhängt. Z.B. um Bereiche des Körpers zu behandeln, die von der "Kassenverordnung nicht abgedeckt sind (z.B. Rücken und Schulter oder Hüfte und Lendenwirbelsäule oder ggf auch eine entspannende Massage als Abschluss).

 

Warum dauert es oft Wochen bis Sie einen Termin bekommen?  

​Die Kassen- Vergütung für Krankengymnastik, ist sehr gering (Durchschnitt ca. 19€). Für Anwendungen wie Massage, Lymphdrainage, D1 (med. Training), sind die Kassenhonorare gemessen an der vorgegebenen Behandlungszeit, noch deutlich geringer, so dass viele Praxen diese Therapien kaum noch anbieten können. Stundenumsätze von 40€  oder sogar weniger, sind keine Seltenheit, je nach Anwendungen und zeitlicher Planung.

Wenn Sie einen Handwerker oder Automechaniker kennen, der für dieses Honorar (legal!) arbeiten würde, schicken Sie mir bitte sofort seine Adresse.

Übrigens, schaden Sie Ihrer Therapiepraxis und auch anderen Patienten noch mehr, wenn Sie Ihren Termin nicht einhalten und nicht oder sehr kurzfristig absagen und damit Leerlauf produzieren.

Konsequenz der knappen Kassenhonorare sind oft ein eher geringes Gehalt und recht schlechte Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter (Ausnahmen bestätigen die Regel). Frustation ist dann zu meist eine der häufigeren Ursache, dass nur 2/3 aller Fachschüler Ihre Ausbildung beenden, und bis zu 50% aller Therapeuten im Laufe Ihres Berufslebens den Job verlassen (Fresenius Studie). Folge ist ein zunehmender Therapeutenmangel und damit immer längere Wartezeiten auf einen Therapieplatz für Patienten. Die Versorgung mit Hausbesuchen, mit manueller Lymphdrainage und Massagen ist teilweise so schlecht wie nie zuvor.  

Tipps:

Lassen Sie sich auf die Warteliste setzen, jeden Tag sagen Patienten ab und die Chance relativ schnell einen Therapieplatz zu bekommen ist groß, wenn Sie flexibel einspringen können und die Praxis an Sie denkt, wenn mal ein Termin kurzfristig frei wird. Bringen Sie sich dafür nachhaltig in Erinnerung!

Halten Sie Ihre Termine ein, oder sagen Sie rechtzeitig ab, akzeptieren Sie, dass Sie widrigenfalls Ihrer Praxis die Leerlaufzeit erstatten müssen. Auch wenn Sie nichts dafür können, Ihr Physiotherapeut kann es auch nicht und Ihre Therapiepraxis kann solche Ausfälle finanziell nicht tragen.

Regeln Sie alle organisatorischen Dinge wenn möglich, mit den Rezeptionskräften ihrer Praxis und nicht mit Ihrem Therapeuten, damit dieser mehr Zeit für Ihre Behandlung hat. Beeilen Sie sich beim Umkleiden, auch das kostet Sie wertvolle Therapiezeit.

 

Warum müssen Rezepte so oft geändert werden?

​Krankenkassen und Ärzteverbände haben ein kompliziertes Regelwerk (Heilmittelkatalog) mit hohem Fehlerpotential verfasst, dass genau vorschreibt wieviel, wann auf welche Weise verordnet werden darf. Nicht Sie, Ihr Arzt oder Ihr Therapeut entscheidet wie und wie oft behandelt werden darf, sondern ein Katalog den sich realitätsferne Verwaltungsmenschen ausgedacht haben. Fehlerhaft ausgestellte Verordnungen werden nicht vergütet. Für viele Kassen ist es ein Sport geworden, möglichst viele Rezepte als fehlerhaft einzustufen um Geld zu sparen. Überprüfen muss das die Therapiepraxis und Sie als Patient dürfen dann noch einmal zum Arzt rennen, wenn ein "Kreuzchen" an der falschen Stelle ist oder realitätsferne Fristen nicht eingehalten werden können. Das kostet Sie und Ihren Therapeuten sinnlos Zeit und  Ihrer Therapiepraxis nicht selten, auch eine Menge Geld.

Ein weiterer Grund liegt darin, dass die Software für Rezepte unausgereift ist oder die Arzthelferinnen damit nicht gut zurechtkommen. Manchmal fehlt es auch an der nötigen Zeit und Konzentration, alle erforderlichen Textbausteine, Zahlen und Kreuzchen korrekt auszufüllen und  vor dem Ausdruck noch zu kontrollieren.  

Tipps:

Überprüfen Sie selbst Ihr Rezept auf Vollständigkeit und Korrektheit, so gut Sie das können, bevor Sie die Arztpraxis verlassen (fragen Sie da auch gerne Ihre Therapiepraxis worauf Sie achten können).

Lassen Sie sich von der Arztpraxis eine längere Frist (normal 14 Tage) für den Beginn Ihrer Behandlung eintragen, z.B. 4-6 Wochen sonst ist Ihr Rezept verfallen, wenn Sie nicht zeitnah einen Terminbekommen und Sie dürfen noch einmal zum Arzt rennen, um es aktualisieren zu lassen.

Akzeptieren Sie, auch wenn es für Sie einen gewissen Aufwand bedeutet, dass Sie sich selbst darum kümmern müssen, eine fehlerhafte Verordnung korrigieren zu lassen. Ihre Praxis kann das oft nicht leisten, bezahlen tut das niemand. Sie müsste dafür häufiger erklärende Telefonate führen (Arztpraxen zu erreichen, ist oft langwierig), Faxe vorbereiten, die von der Arzthelferin auch richtig verstanden werden und diese dann versenden, ärztliche Rückantworten oft annmahnen u.v.m.. Das kostet Zeit (pro Rezept etwa 10-30 Minuten, je nach Problem und Kooperationsfähigkeit des Arztes) und damit auch Geld (z.B. für für Mitarbeiter, denen man die Stunden vergüten muss). Alternativ könnte man auch Ihre Behandlungszeit entsprechend kürzen, um Zeit für solche Dinge "freizuschaufeln". Das wäre bestimmt auch nicht in Ihrem Interesse.

Kümmern Sie sich auch rechtzeitig (3-4 Wochen im vorraus) um Folgetermine, wenn Sie eine Folgeverordnung erwarten, damit die Behandlung nicht länger unterbrochen werden muss.

 

Was können Sie tun, wenn Ihr Arzt nichts verordnen will?

Verordnet Ihr Arzt mehr Heilmittel als der Durchschnitt seiner Fachkollegen (Budgetierung), droht ihm ein Regressverfahren der Krankenkasse, d.h. dass ein Teil seiner Honorare ggf. gekürzt wird (Rückzahlungen). Um dass zu verhindern, muss er alles was er tut, umfangreich dokumentieren (das kostet Zeit und Nerven) oder möglichst wenig verordnen (das spart Zeit und Nerven). Letzeres, ist leider viel zu oft die Realität.

Es ist nachvollziehbar, dass man als Arzt auch Unternehmer ist und wirtschaftlich denken muss. Es  ist aber aber medizinisch und menschlich betrachtet ein "Trauerspiel", wenn nicht mehr das verordnet wird, was notwendig ist, um Sie schnell wieder gesund und fit zu bekommen.

Tipps:

Überzeugen Sie Ihren Arzt davon, dass Ihr Problem keine Bagatelle ist (übertreiben Sie ruhig etwas), Ihnen Physiotherapie wichtig ist und ggf. schon oft geholfen hat. Danken Sie Ihm, wenn er sein knappes Budget für Sie nutzt, oft bedeutet es, dass er dafür andere Patienten schlechter versorgen kann (ein Problem des diesbezüglich maroden Systems).

 

Werden Privatversicherte bevorzugt?

Nein! Es ist sogar häufig das Gegenteil der Fall. 

Fast alle Privatversicherungen bezahlen für Heilmittel wie eine Physiotherapie oft sogar vertragwidrig (schauen Sie in die AGB Ihrer Versicherung), für eine normale Krankengymnastik, nur ca. 20€ gemäß (Beamten-)Beihilfesatz, wenn Sie nicht einen besseren Vertrag abgeschlossen haben oder sich gegen Ihre PKV durchsetzen. Das ist mittlerweile fast das Gleiche wie es die Krankenkassen (ca. 19€) tun, erfordert aber wg. der Einzelabrechnung/Einzelverträge z.T. deutlich mehr Zeitaufwand. D.h. je nach dem was Ihre Therapiepraxis Ihnen an Eigenleistungen zumutet (viele Praxen verlangen nur diesen geringen Satz, mit einem kleinem Aufschlag), erhalten Sie die gleiche mäßige Versorgung (Wartezeiten, Therapielänge etc.) wie ein "AOK"-Patient.

Tipps: 

- Versichern Sie sich besser, verhandeln Sie da mit Ihrer PKV.

- Nehmen Sie ggf. einen höheren Eigenanteil in Kauf.

- Handeln Sie mit Ihrer Therapiepraxis eine bessere Versorgung aus (z.B. Doppelbehandlungen).

 

Gibt es bald keine Hausbehandlungen mehr?

Viele Patienten machen derzeit die Erfahrung, dass Sie keine Therapiepraxis finden, die in absehbarer Zeit freie Termine, für Hausbehandlungen hat.

Patienten mit stärkeren Gehbehinderungen, die häufig auf einen Rollator oder sogar einen Rollstuhl angewiesen sind, lassen sich bei einem Therapiebedarf vom Doktor, gerne eine "Hausbehandlung" rezeptieren. Der Weg in eine Praxis ist mit Begleitperson und Fahrdienst oft nur sehr schwierig zu organisieren oder sogar mit höheren Kosten (Transport, Taxi) verbunden.

Wenn man schon krank und behindert ist, will man sich das Leben nicht zusätzlich erschweren. 

Wann sind Hausbesuche überhaupt zulässig?

Erforderlich für einen ärztlich verordneten Hausbesuch, ist immer eine medizinische(!) Indikation  wie z.B. eine Transportunfähigkeit des Patienten oder eine Gefährdung von Therapiezielen, durch die Belastungen der Anfahrt. 

Eine solche, enge Indikation, liegt bei strenger Betrachtung, nur sehr selten vor.

Wenn Sie z.B. Ihren Arzt aufsuchen können, familiäre oder andere Besuche machen können oder grundsätzlich in ein Auto/Taxi steigen könnten, liegt eine medizinische Indikation für einen Hausbesuch i.d.R. nicht(!) vor und Sie könnten in den meisten Fällen eine Therapiepraxis aufsuchen.

Warum ist eine Praxisbehandlung immer sinnvoller?

Ich kann gut verstehen, dass man als Patient nach einem möglichst stressarmen und kostengünstigen Weg sucht, um eine Therapie durchzuführen. Aber dieser Weg ist nicht immer der beste und sinnvollste Weg, wenn das Ziel nicht größtmögliche "Bequemlichkeit" sondern bestmögliche "Gesundheit" sein soll.

Eine Hausbehandlung ist fast immer, je nach den zu behandelnden Problemen, weniger effizient als eine Praxisbehandlung. Ein großer Teil aller manuellen und aktiven Möglichkeiten, die für eine optimale Behandlung sinnvoll wären, sind im Hause des Patienten nicht oder nur eingeschränkt durchführbar.

Auch sind die Bedingungen im Privathaushalt (Treppen, Möbel, Teppiche, Haustiere etc.), vielfach unfallträchtiger, als in einer behindertengerechten Praxis.

Was bedeuten Hausbesuche für Ihren Therapeuten?

-Bei einer Hausbehandlung wird Ihr Therapeut seinen Rücken und seine Gelenke in vielen Fällen wesentlich mehr belasten müssen, als in einer Praxis, wo ihm diverse Hilfsmittel zur Verfügung stehen.

-Er wird das eine oder andere an Therapiemöglichkeiten, was vielleicht medizinisch sinnvoll wäre, zu seinem eigenem und ggf. auch manchmal zu Ihrem Schutz, nicht durchführen können.

-Immer mehr Therapeuten lehnen aus gesundheitlichen, manchmal auch aus wirtschaftlichen Gründen (schlechte Vergütung, bei hoher zeitlicher Belastung, Autokosten etc.) Hausbehandlungen ab oder reduzieren sie auf ein Minimum.

Haben auch Patienten an der Misere Ihren Anteil?

Absolut! Bei den Engpässen für eine häusliche Versorgung, spielt es auch eine nicht unerhebliche  Rolle, dass viele Kapazitäten mit Patienten belegt sind, die mit familiärer Hilfe, mit einem Taxi oder einem speziellen Krankentransport und ggf. einer Begleitperson ohne weiteres in eine Praxis kommen könnten, aber Kosten, Stress und Anstrengung nicht auf sich nehmen wollen bzw. das ganze nicht gut organisiert bekommen. Das ist ohne Frage manchmal ein gewaltiger, zu leistender organisatorischer Akt aber nicht selten, sind in einigen Fällen auch Bequemlichkeit und Sparsamkeit durchaus Faktoren, die eine Rolle spielen.... Das wäre dann eher eine logistisch-wirtschaftliche- aber nicht die eigentlich erforderliche, medizinische Indikation und übrigens damit Betrug gegenüber den Krankenkassen (die spielen aber dabei gerne mit, da sie alternativ für einen Transport deutlich mehr Geld ausgeben müssten, als für einen "Haustherapeuten").

Das beutet in der Konsequenz, dass die Patienten die wirklich auf einen Hausbesuch angewiesen sind, "in die Röhre" schauen d.h. in vielen Fällen keine Therapie in absehbarer Zeit mehr erhalten können.  

Wenn es doch eine Hausbehandlung sein muss

Für Patienten die wirklich nicht das Haus verlassen können, kann man natürlich trotzdem eine begrenzt, sinnvolle Therapie durchführen.

Das betrifft vor allem neurologische Patienten mit schwersten Symptomen, für die z.B. eine Autofahrt extremer Stress bedeuten kann, oder sehr schwache, labile, häufig auch sehr alte Patienten, mit Herz-Kreislaufproblemen und nicht zuletzt Patienten mit frischen und massiveren Verletzungen z.B. nach Operationen.

Einfachere Übungen, Geh- und Gleichgewichtsübungen, Treppentraining, begrenzte Mobilisationen der Gelenke und eingeschränkte Massagetechniken etc. kann man auch im Hause durchführen. Die therapeutischen Einschränkungen und allgemeinen Risiken muss man dann akzeptieren 

Tipps:

Suchen Sie in Ihrem Interesse nach einer Möglichkeit, ihre Behandlung in einer Praxis durchzuführen bzw. wechseln Sie vom Hausbesuch zur Praxisbehandlung, sobald Sie wieder etwas stabiler geworden sind. Verzichten Sie auf die Bequemlichkeiten einer Hausbehandlung.

Nehmen Sie die Anstrengungen,  den Stress und die Kosten dafür in Kauf, die Sie verkraften können. Es lohnt sich, wenn Ihr Ziel nicht eine Versorgung sondern die bestmögliche therapeutische Versorgung ist. 

➥ bedenken Sie dass der Weg in eine Praxis bei allen Mühen, sogar einen Trainingseffekt haben kann, der dazu beiträgt, ein Stück Aktivität, Selbstbestimmung und Freiheit zurückzugewinnen.

Wenn Sie keine Praxis finden, die Ihnen eine Hausbehandlung anbieten kann (zur Zeit gibt es kaum Termine oder wochen-monatelange Wartezeiten, s.o.), wenden Sie sich an Ihre Kasse. Diese ist gesetzlich verpflichtet, Ihre Versorgung zu gewährleisten. Dazu gehört es auch, einen Transport, z.B. mit dem Taxi in eine Praxis zu bezahlen. Das setzt vorraus, dass Sie keinen Therapeuten finden, der zu Ihnen ins Haus kommen kann aber alternativ, Praxistermine angeboten bekommen.

➥ Unterstützen Sie Ihren Therapeuten so gut Sie können. Besprechen Sie z.B. miteinander, ob die Anschaffung einer Therapieliege (kostet ca. 100€) oder anderer Hilfsmittel, sinnvoll und erleichternd für sie beide sein könnte, insbesondere wenn Sie längerfristig im Haus behandelt werden müssen.

 

Welche Ursachen hat die z.T. miserable Heilmittelversorgung?

Da sind neben den oben von mir beschriebenen, strukturellen Problemen (miserable Bezahlung, Schikanen der Kassen, hohe Zulassungshürden, sinnlose Vorschriften etc.) die Egoismen jeder Gruppe, die ungleiche Machtverteilung (wer hat das Geld?) und eine Politik, die sich dafür kaum interessiert und nicht für Ausgleich sorgt.

Jahrzehntelang war Sparen wichtiger als eine gute medizinische Versorgung. Erst jetzt, wo das System zunehmend versagt, (Therapeutenmangel) werden erste Schritte unternommen.

Tipps:

-Wechseln Sie konsequent Ihre Kasse, wenn Sie merken, dass Sie nicht gut betreut werden

-Fragen Sie Ihre Therapiepraxis, welche Kassen besonders schlecht bezahlen und schikanös gegenüber Ihrem Heilmittelerbringer agieren. Diese Kassen werden auch Ihnen gegenüber wenig kulant und fair sein, auch wenn es bisher vielleicht keine Probleme gab. Die werden garantiert kommen, wenn Sie irgendwann auf spezielle medizinische Leistungen angewiesen sind.

-Schauen Sie sich vor der nächsten Wahl an, welche Parteien im Gesundheitssystem echte Verbesserungen durchsetzen wollen oder es durchgesetzt haben und auch, ob das Thema Therapiepraxen überhaupt im Wahlkampf und in den Parteiprogrammen vorkommt.

-Unterstützen Sie Ihre Therapeuten, wenn diese sich für ihre eigenen Belange einsetzen (Demos, Aktionen, Streiks). Sie tun es auch für Sie und eine bessere therapeutische Versorgung.

 

Wie können Sie noch für sich selbst sorgen? 

Investieren Sie, wenn Sie es können, auch einmal etwas Geld in Ihre Gesundheit, so wie Sie auch viel Geld für andere Dinge ausgeben. Eine  private Physiotherapie oder Massage oder was auch immer Sie mit Ihrer Therapiepraxis aushandeln können und wollen, dient Ihrem Wohlbefinden und Ihrer Gesundheit und kostet vergleichsweise (Urlaub, Auto, Freizeitaktivitäten) wenig Geld. Gibt es etwas wichtigeres?

Ich weiß dass es nervt, wenn man immer für alles bezahlen muss. Aber vielleicht gibt es Dinge für die es sich auch lohnt Eigenleistungen zu erbringen.

 

Gibt es Alternativen zu einer Kassenbehandlung?

​Wenn Sie nicht einige Wochen (manchmal Monate) auf einen Facharzt Termin und danach ggf. auch noch einmal einige Wochen auf einen Physiotherapie Termin warten können und auch die oft begrenzten Bedingungen einer Kassenbehandlung kritisch sehen: 

Kommen Sie auch gerne in meine Praxis, wenn Sie die von mir hier angebotenen Therapiekonzepte: Hypnose und osteopathische-craniosakrale-kinesiologische Körpertherapie kennenlernen möchten, körperliche oder seelische Beschwerden haben und möglichst schnell Hilfe brauchen. 

Manche brauchen eher einen Bewegungsmelder als einen Schrittzähler

 

Informationen über meine physiotherapeutische Arbeit:

 

Meine Ziele für Sie:

Schmerzlinderung

Beweglichkeitsverbesserung

Stabilität (Kraft und Ausdauer)

Koordinationsverbesserung (Gleichgewicht etc.)

Hilfe zur Selbsthilfe

 

Mein Behandlungsaufbau

Anamnese (Befragung) 

Untersuchungstechniken

Behandlungsplanung

Behandlung Ihrer Gelenkfunktionsstörungen

Behandlung Ihrer faszialen, muskulären und neuralen Fehlfunktionen

Instruktion gezielter Übungen

Übungsbehandlung bei neurologischen Patienten

Dein Körper kann alles wenn Du deinen Geist überzeugen kannst

Meine "Philosophie"

Mein Ansatz ist, dass ich mich primär als "Behandler" und erst sekundär als Übungscoach sehe. Mein Job ist der, dafür zu sorgen, dass es Ihnen wieder besser geht. Den aktiven Part Ihrer Behandlung übernehmen Sie (nach Anleitung) selbst, als möglichst lebenslange "Hausaufgabe".

Grundsätzlich ist Ihr Körper so konstruiert, dass er äußere Reize wie z.B ein Bewegungstraining oder auch Sport, immer optimal für sich verarbeitet und das Bestreben hat, sich selbst ins Gleichgewicht zu bringen. Allein unspezifische Bewegung (Laufen, Gehen, Herumtoben, Tanzen etc.) hat schon einen positiven gesundheitlichen Effekt. Eine erkrankte, gereizte, verspannte oder blockierte Struktur kann jedoch Trainingsreize nicht oder nur schlecht verarbeiten. 

Meine  Aufgabe ist es, Ihre Gelenke Muskeln, Nerven und Faszien so weit zu verbessern, dass Sie Trainingsreize (Sport, Gymnastik etc.) wieder optimal verarbeiten können. Dazu gehört v.a. eine Schmerzreduzierung, eine Optimierung der "Infrastruktur" (Lymphfluss, Durchblutung, Steuerung) und eine Verbesserung der lokalen Mobilität aller genannten Strukturen (manualtherapeutischer Ansatz).

Die Mittel dafür sind v.a. die manuellen Therapietechniken zur Verbesserung Ihrer lokalen und allgemeinen Beweglichkeit (Deblockierung), spezielle Massage- und Dehntechniken für Muskulatur und Faszien sowie auch Mobilisierungstechniken für Ihre Nervenstränge. Hier nutze ich vorrangig klassische, physiotherapeutische Konzepte und dort wo es Sinn hat, auch osteopathische Techniken.

Wenn Sie noch nicht über ein sinnvolles Übungsprogramm verfügen oder ein aktualisiertes "Update" benötigen, besprechen und üben wir gezielt, stabilisierende, mobilisierende und koordinative Übungen, für Ihr "Heimprogramm", die sich aus aus Ihrer medizinischen Diagnose sowie den Untersuchungs- und Behandlungstechniken ergeben.

Ergänzend sollten Sie Bewegung in Verbindung mit Spass, in Ihren Alltag integrieren. Es muss nicht immer ein spezifisches Übungsprogramm sein. Gehen, Laufen, Tanzen oder Schwimmen Sie. Fahren Sie Fahrrad oder betätigen Sie sich körperlich z.B. im Garten. Suchen Sie sich eine für Sie passende Sportgruppe bei der Sie Spass haben oder gehen Sie in ein gutes Fitnessstudio.

Ohne Ihre aktive Mitarbeit, kann die beste Therapie nicht langfristig erfolgreich sein!

Ausnahmen sind hier die neurologischen Patienten, die für Ihre Bewegungsverbesserung überwiegend aktiv arbeiten müssen und das alleine zuhause, aufgrund Ihrer Behinderung, nur sehr begrenzt können. Hier sind die Therapiestunden tatsächlich in vielen Fällen (je nach Zustand und Problemen) überwiegend aktiv unterstütztes Bewegungstraining. 

 

Meine Therapie Konzepte

und (Abrechnungs-)Zertifikate:

KG-ZNS/neurologisch (Bobath-Therapie, PNF Technik)

Manuelle Therapie (Maitland)

Kieferbehandlung (CMD)

Osteopathische-craniosakrale Techniken (im Rahmen der manuellen Therapie)

Sehnen/Bänder Techniken nach  Dr. Cyriax (Querfriktion)

Muskelfunktionsbehandlung (Brüggertherapie, Funktionelle Bewegungslehre)

Muskel und Faszien Techniken (Massagen, Dehnung etc.)

Neurale Mobilisation (Nervenschmerzen und Störungen)

Tiefenentspannungstechniken (Selbsthypnose und progressive Muskelentspannung)

KG am Gerät (med. Training)

Funktionelle Übungstherapie (coaching)

Massagen (medizinisch und zur Entspannung)

u.v.m.

 

Die Behandlungen von Kleinkindern und Babys (KG-ZNS-Kinder) sowie die manuelle Lymphdrainage (MLD) führe ich nicht durch!

 

Noch Fragen?  Schicken Sie mir eine Mail oder rufen Sie an!

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