Kontraindikationen und Einschränkungen

Für jede Therapie gilt, dass es da wo es Indikationen gibt, auch Kontraindikationen vorhanden sind und da wo es Möglichkeiten gibt, auch Grenzen existieren.

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Generelle Kontraindikationen:

alle ungeklärten, medizinischen Probleme.

Insbesondere, bei Verdacht auf Infektionskrankheiten, Tumorerkrankungen, Frakturen und auch anderen schweren Erkrankungen, muss zunächst zur Abklärung, ein Arzt aufgesucht werden. Ebenfalls bei lokalen Prozessen, bei denen eine Rötung, Schwellung, Schmerz und/oder Funktionseinschränkungen vorhanden sind, ist eine ärztliche Abklärung erforderlich.

Patienten mit, bzw. nach einer(m) akuten, schweren

Herz-Kreislauferkrankung (Infarkt),

Schlaganfall 

Embolie 

Thrombose, 

müssen zunächst ärztlich behandelt und v.a. stabilisiert (i.d.R. 6 Monate) werden, bevor sie zu mir kommen können.

Nicht behandelbar, mit der von mir eingesetzten Hypnosetherapie, sind auch Menschen mit:

psychiatrischen-psychotischen Erkrankungen,

wie z.B.  

Schizophrenie,

schwere(!) (endogene) Depression

bipolare Persönlichkeitsstörung (früher auch " manisch - depressiv")

schwere(!) zwanghafte Persönlichkeitsstörung 

 schwere(!) Affektkrankheiten, mit Symptomen wie z.B.: Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Hypomanien, Manien oder unkontrollierten Aggressionen.

 

angeborene oder erworbene geistigen Einschränkungen/Behinderungen

Hypnosetherapie ist hier in aller Regel nicht möglich.

 

Taubheit

 Menschen mit dieser Einschränkung, eigenen sich nicht für die Hypnosetherapie bei mir.

 

Abhängigkeit von Drogen, bestimmten Medikamenten, Alkohol etc.

sind dann kontraindiziert, wenn sie noch akut besteht und die Substanzen das Gehirn und die Körperfunktionen massiv beeinträchtigen und/oder beeinflussen. Hier muss zunächst, ein körperlicher Entzug erfolgen.

 

Babys und Kleinkinder (von 0-6 J.).

Diese werden von mir grundsätzlich nicht behandelt. Ohne eine Einwilligung der Eltern, werden Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, selbstverständlich, nicht behandelt.

 

Relative Kontraindikationen:

Körperliche Erkrankungen, auch die o.g., können dann begleitend behandelt werden, wenn eine ärztliche Diagnostik und Therapie stattfindet oder die behandelnden Ärzte keine Einwände haben.

Sogenannte Persönlichkeitsstörungen bzw. psychische Erkrankungen wie z.B.:

Borderline- Störung (emotional instabile Persönlichkeitsstörung),

bipolare Persönlichkeitsstörung (manisch-depressiv),

►ADS/ADHS oder auch

Zwangsstörungen,

Diese Krankheitsbildersind grundsätzlich gut aber leider nicht uneingeschränkt mit Hypnose behandelbar. Ob hier eine Therapie eine gute Prognose hat, lässt sich immer nur vom Einzelfall (Außmaß, Dauer der Störung, Begleitstörungen etc.) beurteilen und nicht ausschließlich von der "Diagnose" ableiten.

Eine Hypnosetherapie, kann hier als Baustein in einem Gesamtkonzept, sehr effektiv sein, d.h. hier kann aber in einigen Fällen ergänzend eine langfristig angelegte therapeutische Unterstützung sinnvoll sein.

Wir besprechen beim ersten Termin die Möglichkeiten und Grenzen einer Hypnosetherapie und auch was ggf. zusätzlich noch erforderlich ist.  

Auch für bestimmte Formen und schwerere Ausprägungen einer

Depression 

und bei besonders schweren

Angsterkrankungen,

die mit einer Kurzzeittherapie nicht auskommen, empfehle ich in einigen Fällen, noch im Anschluss oder begleitend, eine längerfristige, therapeutische Unterstützung (sehr gut kompatibel hier z.B., die Verhaltenstherapie), obwohl hier, die Hypnosetherapie in vielen Fällen sehr gute Erfolge vorweisen kann. Wir besprechen diese Dinge beim Ersttermin.  

Epilepsie

und andere Anfallsleiden, sind dann eine Kontraindikation, wenn die Anfälle sehr häufig auftreten und unmittelbar durch Stress oder einen schnellen Wechsel von Spannung und Entspannung, auslösbar sind.

zentral wirksame Medikamente

Patienten die Medikamente einnehmen (z.B. Psychopharmaka wie Antidepressiva, Neuroleptika, Beruhigungsmittel aber auch starke Schmerzmittel) sind dann nicht behandelbar, wenn die Entspannungsfähigkeit zu stark eingeschränkt ist oder umgekehrt das Erleben und Ausdrücken von Gefühlen, zu massiv gedämpft wird. Hier kommt es also auf den Einzelfall an, da manche Medikamente, ggf. auch dosisabhängig, sogar eine Therapiefähigkeit erst herstellen, während andere sie komplett blockieren.

körperliche Erkrankungen,

wie z. B. neurologische Krankheiten (Spastik, Krämpfe), Lungenerkrankungen (Husten, Atemnot), Schmerzerkrankungen können so starke und  Symptome (auch während der Therapie) erzeugen, dass es manchmal sehr schwierig ist, in einen ausreichend tiefen Hypnosezustand zu gelangen und diesen aufrecht zu erhalten, hier bieten sich mehr die körperorientierten Verfahren an, die ich anbiete, ggf. auch als Basisarbeit für eine weitergehende Therapie. Manchmal verschwinden aber auch die Symptome für eine Weile im Hypnosezustand, so dass man dann doch therapeutisch sehr gut arbeiten kann und gerade hier sehr gute Resultate erzielt.

 

Erschwernisse

Hier geht es nicht um (relative und echte) Kontraindikationen, sondern um die Prognose einer Hypnosetherapie. Für eine osteopathische Therapie gibt es da keine besonderen zusätzlichen Einschränkungen.

Menschen die ein übergroßes oder sogar zwanghaftes Kontrollbedürfnis haben, können sich häufig nicht gut auf eine Hypnosebehandlung einlassen. Manchmal hilft hier ein Training, dass wir erarbeiten können.

Auch extrem "kopflastige" Menschen tun sich oft sehr schwer damit, loszulassen, brauchen also oft mehr Zeit um sich auf eine Behandlung einzulassen.

Erschwerend für eine Hypnosebehandlung ist manchmal auch, mangelnde Selbstreflexion. Oder anders formuliert, Menschen die sich bereits intensiver mit sich selbst und Ihren Problemen beschäftigt haben, z.B. auch durch Therapien, tun sich oft leichter mit einer Hypnosebehandlung. Auch hier hilft manchmal der Faktor Zeit, d.h dass mehr Sitzungen erforderlich sein können. 

Menschen ab ca.  80 Jahren (manche auch schon früher), haben es zu einem höheren Anteil als jüngere Klienten etwas schwerer damit, sich zu verändern. Es liegt in der Natur der Sache, dass man Probleme mit denen man 70 oder sogar 80 Jahre lebt, hartnäckiger sind, als Probleme, die man erst einige Monate oder einige Jahre hat. Auch in eine tiefe Trance zu kommen, Bilder und Gefühle zu zulassen und wahrzunehmen und das ganze offen und präzise zu kommunizieren, ist etwas,  das eine gewisse "Übung" erfordert und älteren Menschen aufgrund einer anderen Sozialisation und Erziehung manchmal (nicht immer!) schwerer fällt als jüngeren Klienten. Aus meiner Erfahrung kann man jedoch in jedem Alter von einer Hypnosebehandlung profitieren, wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen, etwas Geduld mit bringt und sich wirklich verändern will. Ich habe hier schon tolle Ergebnisse erreicht, aber auch schon andere Wege der Problemlösung mit älteren Klienten erarbeitet. Es zählt nicht was warscheinlich ist, sondern was möglich ist!     

Schwierigkeiten von einer Hypnosetherapie zu profitieren, sind auch immer dann zu erwarten, wenn Menschen zumeist unbewusst eine Veränderung gar nicht wollen, obwohl sie mit Ihrer jetzigen Situation Probleme haben. Manchmal ist es die Angst vor Veränderungen oder Angst vor dem was in Ihnen zum Vorschein kommen könnte, die eine Therapie sabottiert, manchmal ist es auch ein gewisser sekundärer Krankheitsgewinn ( z.B. mehr Anteilnahme der Mitmenschen, weniger Erwartungen/Druck des Umfeldes, Antrag auf Erwerbsunfähigkeitsrente etc.) der Menschen daran hindert, zum jetzigen Zeitpunkt eine vollständige Heilung zu erreichen. Wenn eine Therapie das herausarbeiten kann, wäre auch schon ein guter Erfolg erreicht.

Letzter Punkt einer Erschwernis, kann das Verhältnis "Klient mit seinem Problem zum Therapeuten" sein, dass passen muss. Es sollte immer ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden können und Sie müssen sich mit Ihrem Problem gut aufgehoben fühlen. Umgekehrt muss auch Ihr Therapeut mit Ihnen, Ihrem Problem und Ihren Zielen zurechtkommen. Hier hilft es immer, wenn man offen alles anspricht, was einem vielleicht Probleme macht und Schrit für Schritt daran arbeitet, dass Sie als Klient sich wohlfühlen und gut "loslassen" können.  

 

Wann brauchen Sie Geduld?

Schwere psychische Erkrankungen oder Störungsbilder haben in vielen Fällen mehrere Ursachen und komplexe Entstehungsgeschichten. Diese Probleme muss man häufig Schicht für Schicht bearbeiten.

Dazu gehören Persönlichkeitsstörungen wie Bipolare PK, Borderline PK, schwere Zwangsstörungen aber auch schwerere Depressionen und schwere Angst- und Panikstörungen.

Mit solchen Erkrankungen sind immer auch Störungen des Gehirns- und Körperstoffwechsels verbunden. Das betrifft die Stresshormone im Körper aber auch die Neurotransmitter und deren Rezeptoren im Gehirn. Solche Veränderungen können eine Eigendynamik entwickeln.

Diese "chemischen" Veränderungen können psychische Gefühlszustände wie Angst, Panik, Agressionen, Unruhe, depressive Gedanken und Gefühle, Zwangsgedanken und auch diverse körperliche Symptome auslösen, erhalten und verstärken. Manchmal ist dann ein Auslöser nicht mehr zu erkennen. Man hat das Gefühl "fremdgesteuert" zu sein.

Solche psychisch und körperlich-chemisch verknüpften Störungen brauchen immer individuell unterschiedlich viel Zeit bis sie sich normalisieren. Hier braucht man manchmal Geduld und Kraft bis sich die Beschwerden deutlich verbessern.

Auch Drogen und Medikamente können oft noch lange nach einem Entzug oder einem Absetzen, chemische Vorgänge im Körper und im Gehirn negativ beeinflussen,die einer Therapie im Wege stehen können. 

Hier kann eine Kurzzeittherapie wie die Hypnosetherapie Veränderungen zwar hervorragend anbahnen aber es können manchmal begleitend und danach weitere Maßnahmen erforderlich sein, um eine schwere Erkrankung wirksam zu behandeln. Dazu zählen u.a. eine langfristig angelegte Psychotherapie und Medikamente.

  

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