Medizin und Hypnose

Dem Schmerz ist es vollkommen egal ob du Indianer bist.

 

Kann Hypnose auch bei Ihren körperlichen Störungen und Erkrankungen funktionieren? 

Medizinische Probleme und ihre psychische Ursache oder Beteiligung sind ein weites Feld. Im Grunde gibt es kein körperliches Problem, bei dem nicht Ihre Seele in irgendeiner Form "mitspielt".

Für mich als Therapeut der sowohl medizinisch wie auch psychologisch ausgebildet ist und auf beiden Feldern arbeitet, ist der Zugang und die Reihenfolge einer Behandlung von körperlichen Problemen wichtig. Das ganze sollte eine sinnvolle Struktur haben.

Zeigt sich ein Problem auf körperlicher Ebene, würde ich auch immer dort den ersten Zugang suchen und dort mit einer Diagnose und Behandlung beginnen. Das bedeutet konkret für Sie, dass Sie mit medizinischen Problemen zunächst zum "Mediziner" (Arzt) gehen, dort die diagnostischen Möglichkeiten ausschöpfen und dann je nach Befund, eine sinnvolle und erfolgsversprechende Behandlung beginnen sollten. Das kann auch durchaus eine naturheilkundliche, sanfte alternativmedizinische Behandlung sein (ggf. auch beim Heilpraktiker), wenn dieses angemessen ist.  

Wenn Ihre Behandlungen nicht oder nicht ausreichend zu einer Besserung oder Heilung führen oder es sich ergibt bzw. es auch  klar ist, dass es sich vorrangig um eine psychosomatische Problematik handelt, sollten Sie darüber nachdenken, ob der körperliche Weg zu behandeln, ergänzt werden sollte, um Ihre Probleme zu lösen. Bei sehr vielen Krankheitsbildern sind emotionale Störungen primär oder mindestens sekundär an der Entstehung und dem Verlauf einer Krankheit maßgeblich beteiligt.

Hier kann die Hypnosetherapie als eine der effektivsten und schnellsten Methoden, die seelischen Grundursachen Ihrer körperlichen Störungen hervorragend behandeln.

 

Wie wirken Hypnosetechniken auf Ihren Körper?

Hypnose als Tiefenentspannung:

In einer hypnotischen Trance verändern sich nachweislich diverse körperliche Vorgänge. Herz-Kreislaufsystem beruhigen sich, Durchblutungs - und, Lymphsystem werden angeregt, Stresshormone werden reduziert, das Zentralnervensystem entspannt und erholt sich, die Neurotransmitter und deren Rezeptoren (Glückshormone) werden positiv beeinflusst, das Immunsystem wird aktiviert, Stoffwechselvorgänge werden ausgeglichen, die Atmung wird gleichmäßiger, muskuläre Verspannungen werden vermindert und auch die Schmerzwahrnehmung wird reduziert und im tiefsten Trancezustand (hypnotisches Koma) sogar fast völlig abgeschaltet. Durch das Erlernen, Verankern und das eigenständige Durchführen einer Selbsthypnose, können alle diese positiven Vorgänge vertieft und dauerhaft- stabil  beeinflusst werden.

Nebenwirkung einer tiefen Entspannung, können auch manchmal bestimmte punktuelle ggf. unangenehme Spannungsgefühle sein, wenn Teile Ihres Körpers unterschiedlich gut entspannen können. Ebenso kann bei einigen Menschen in einer Trance der Blutdruck sehr schnell abfallen, was leichte Irritationen hervorrufen kann (kribbeln, leichtes Schwindelgefühl etc.) oder umgekehrt zu schnell ansteigen (z.B. beim "aufwecken"), was z.B. Unruhe, Kopfdruck oder Kopfschmerz verursachen kann. Die Symptome sind sehr selten, vollkommen harmlos und regulieren sich sehr schnell von selbst.  

Suggestionstechniken:

Mit Hilfe von z.T. bildhaften Suggestionen, die in einer hypnotischen Trance enorme Wirkungen erzielen können, können sehr viele Körpervorgänge gezielt positiv beeinflusst und durch Selbsthypnosetechniken stabilisiert werden. In der Schmerztherapie können Suggestionen, die in einer tiefen Trance in Ihr Bewusstsein "gehämmert" (sehr viele Wiederholungen) werden und auch intensiv trainiert werden, bis hin zu einer kompletten Schmerzabschaltung führen, bei der sogar Operationen oder Zahnbehandlungen mit keiner oder nur einer minimalen Betäubung durchgeführt werden können.

Auflösende-aufdeckende Hypnose:

Alle körperlichen Symptome, Störungen und Erkrankungen deren Grundursache auf der seelischen Ebene liegen, verschwinden oft vollständig nach einiger Zeit oder auch sehr schnell, wenn diese in einer Hypnosetherapie aufgedeckt und aufgelöst werden können. Ebenso kommt es im Gehirn nachweislich zu positiven, stabilen strukturellen und physiologischen Veränderungen, die ich genauer im Menüpunkt "Hypnose und Psychologie" beschrieben habe. Körperliche Gefühle/Symptome können dann in Verbindung mit den in einer Therapie wahrgenommenen Gefühlen entstehen und nach der Therapie im Rahmen der Verarbeitung und des Veränderungsprozesses hin und wieder mal aufflackern. Beides ist ein gutes Zeichen, denn wir wollen ja das etwas passiert. 

 

Wie kommen Sie in der Hypnosetherapie vom "Schmerz" zum "Herz"?

In einer Trance sind Sie anders als im normalen Alltagszustand in der Lage, Ihre emotionalen Anteile und Ihre z.T. nicht bewussten Gedächtnisinhalte ins Bewusstsein zu bringen. Ihr Erleben in der Therapie ist emotional und bildhaft und Ihre Körpergefühle (also auch unangenehme Symptome) sind nicht mehr abgetrennt von Gefühlen, Bildern und Erinnerungen sondern miteinander verknüpft. Mit Hilfe spezieller Techniken ist es in der Therapie möglich heraus zu finden, welche Dinge auf Ihrer psychischen Ebene, mit dem was in Ihrem Körper passiert, verknüpft sind. Kommt es durch die Vertiefung Ihrer Körpergefühle zu einem Bild, einer Erinnerung und den entsprechenden Gefühlen, kann man diese dann auflösen, verarbeiten und Ihre damit verbundenen Glaubenssätze und Denkmuster positiv "umprogrammieren". Bleibt es bei einem Körpersymptom ohne eine Assoziation, kann man auch dieses verstärken und abreagieren lassen, bis es verschwindet. Nicht immer muss eine Verarbeitung bewußt ablaufen. Verschwindet oder verändert  sich Ihr körperliches Symptom nicht, handelt es sich in aller Regel nicht um ein körperlich erlebtes Gefühl, sondern um eine  organische Reaktion, die durch den extremen Fokus nach innen übertrieben wahrgenommen wird und keine unmittelbare (ggf. mal eine medizinische) Bedeutung hat. Sind die mit den Körpergefühlen und körperlichen Symptomen verbundenen emotionalen Probleme verarbeitet, verschwinden auch die dazugehörigen Krankheitssymptome mehr oder weniger rasch. 

 

Warum ist die psychosomatische Arbeit oft etwas komplexer?

Nicht immer gelingt es Ihrem Arzt aus Zeitgründen oder mangels entsprechendem Wissen, die Ursachen Ihrer Erkrankung herauszufinden, da man bei manchen Problemen in sehr großen Zusammenhängen oder auch manchmal um die Ecke denken muss. Da gelangt man schon manchmal in eine diagnostische Schublade, die nicht passt. Ist Ihr Problem doch primär auf Fehlstörungen im Körper zurückzuführen, muss man es natürlich auch auf dieser Ebene behandeln.

Ein weiterer Punkt ist, dass viele Menschen es nicht gut gelernt haben Ihren Körper wahrzunehmen, sich auf körperliche Vorgängen zu konzentrieren und dieses dann auch noch genau zu beschreiben. Dieses ist aber die Voraussetzung, um von körperlichen Symptomen, in die damit zusammenhängenden emotionalen Prozesse zu kommen. Hier kann ich Sie aufgrund meiner jahrzehntelange Erfahrung mit Körperarbeit, jedoch sehr gut unterstützen, so dass wir in den meisten Fällen doch sehr gut an Ihren psychosomatischen Problemen arbeiten können.

Ein dritter Punkt der psychosomatische Arbeit etwas komplizierter macht, liegt in der Natur der Sache. Hat man ein z.B. Trauma oder eine emotionale Problematik und lebt diese primär über körperliche Symptome aus, muss man einen größeren Umweg gehen, um an das ursächliche Problem zu kommen. Wir müssen erst einmal Ihre körperliche "Kompensation" bearbeiten, um an Ihre damit verbundenen psychischen Grundursachen zu kommen. Das macht die Sache zumeist etwas mühsamer. Trotzdem lohnt sich diese Arbeit und sie geht mit einer Hypnosetherapie oft viel direkter, schneller und effektiver als mit den meisten anderen Therapiekonzepten weil hier der Weg zwischen Körper, Gefühl und Kopf sehr kurz und unmittelbar ist.             

 

Welche medizinischen Erkrankungen sprechen auf eine Hypnose besonders gut an? 

► Alle chronischen Erkrankungen unabhängig von der Ursache, bei denen Sie sich nicht nur körperlich   sondern auch psychisch schlecht fühlen, als unterstützende Maßnahme.

► Alle sogenannten funktionellen Krankheiten bei denen es keine klare medizinische Ursache gibt wie z.B. Reizdarm, Reizmagen,    Reizblase, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, manche allergischen Erkrankungen, vegetative Probleme, Kreislaufregulationsstörungen, funktionelle Herzprobleme u.v.m..

► Probleme mit dem Kiefergelenk und der Umgebung durch Knirschen, Pressen und auch übertriebener Würgereiz.

► Syndrome am Bewegungsapparat, die nicht auf einen konkreten nachweisbaren strukturellen Schaden wie z.B. eine Verletzung oder Entzündung beruhen (Wirbelsäule, Gelenke, Muskelspannungsschmerzen)

► Hautprobleme wie Allergien, Neurodermitis u. Äh..

► Begleitend: Autoimmunerkrankungen wie rheumatische Erkrankungen (Fibromyalgie, Morbus Crohn)

►Schmerzerkrankungen wie Migräne, zentrale Schmerzsyndrome/chronische Schmerzen

 

Allgemein gilt, je höher der psychische Anteil an Ihren körperlichen Störungen ist, desto wirksamer ist eine Hypnosetherapie! 

 

➥ Anmeldung

 

              

Nach oben