FAQ Hypnose

Hier kurz und kompakt, alle wichtigen Fragen und Antworten zum Thema Hypnose

Es gibt wohl kaum eine Therapie, über die so wenig und oft so falsches Wissen vorhanden ist, wie bei der Hypnosetherapie.

Viel Meinung aber wenig Ahnung

Vergleichsstudie/Wissenschaft

Es gibt eine zugegebenermaßen recht alte Untersuchung aus dem Jahre 1970 von Dr. Alfred Barrios, die ich Ihnen, nicht vorenthalten will:

Psychoanalyse:       benötigt ca. 600 Sitzungen und hat eine Erfolgsrate von ca. 38%

Verhaltenstherapie: benötigt ca.   22 Sitzungen und hat eine Erfolgsrate von ca. 72%

Hypnotherapie:       benötigt ca.     6 Sitzungen und hat eine Erfolgsrate von ca. 93%

Wenn auch die absoluten Zahlen vielleicht nicht mehr der heutigen der Realität entsprechen, so spricht aber der Trend (schnell und effektiv) im Vergleich der verschiedenen Therapieansätze für die Hypnotherapie und so  kann man durchaus, die Hypnosetherapie als eine der effektivsten und die vielleicht am meisten unterschätzte Therapie betrachten. Das gilt insbesondere dann, wenn man die Hypnose genau dort einsetzt, wo sie ihre Stärken hat.

    

Hypnosetherapie, was ist das eigentlich?

Hypnosetherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes, therapeutisches Verfahren, zur Behandlung Ihrer emotionalen und traumatischen Probleme sowie zur Veränderung Ihrer negativen Glaubenssätze und Denkmuster. Ebenso ist Sie eine Technik Körperfunktionen positiv zu beeinflussen und Symptome wie z.B. Schmerz deren Ursache auf der seelischen Ebene liegen oder zu beeinflussen sind zu behandeln. Hier wirkt die Hypnosetherapie vor allem in Ihren tieferen, emotionalen und unbewussten Bereichen Ihres Gehirns, wo Sie im normalen, wachen Alltagsbewusstsein, nahezu keinen Zugriff haben.

 

Was ist eine Trance?

Eine Trance ist eine spezieller, tiefer Entspannungszustand zwischen Wachsein und Schlaf, bei dem Ihr Gehirn in die Lage versetzt wird, sich zu fokussieren und Zugang zu Ihren emotionalen und nicht bewussten Bereichen zu bekommen, da Ihr rationaler Verstand sich (weitgehend aber nicht vollständig) zurückzieht und diese Bereiche nicht mehr blockiert.

 

Werden Sie in einer therapeutischen Hypnose bzw. Trance willenlos und manipulierbar?

Nein! Sie sind in einer Trance tief entspannt, bleiben aber wach, sind in der Lage zu kommunizieren und können durchaus bewusst alles wahrnehmen und später auch erinnern, was in der Therapie geschieht. Ihr Gehirn hat ausreichend Schutzmechanismen um jederzeit alles abzuwehren, was Ihrem Willen, Ihren Werten und Ihren Gefühlen widerspricht.

 

Kann es passieren, dass Sie aus einer Trance nicht mehr "aufwachen"?

Nein, das ist unmöglich und noch niemals passiert! Sie können jederzeit wieder in Ihren normalen Wachzustand zurückkommen, wenn Sie es wollen. Selbst wenn Ihr Entspannungszustand extrem tief und super angenehm ist (das kann wie eine Droge sein), wird Ihr Gehirn Sie automatisch wieder in den Alltagszustand zurückbringen, wenn es für Sie nötig, wichtig und sinnvoll ist, Sie also z.B. aufstehen und die Praxis verlassen möchten oder etwas passiert, was Ihre Wachheit erfordert. Im übrigen werde ich Sie immer sanft, deutlich und nachhaltig so "aufwecken", dass Sie sich nach der Therapie frisch und wach fühlen.

 

Kann es in einer Hypnose dazu kommen, dass Sie Dinge erzählen, die Sie nicht erzählen wollen?

Nein! Sowohl Ihr Bewusstsein, (dass ja nicht ausgeschaltet ist) als auch Ihre unbewussten Anteile, verfügen auch in einer Trance über Schutzprogramme, die dafür sorgen, dass Sie nur Erinnerungen, Gefühle und Bilder hervorbringen, die Sie gut ertragen können und auch hervorbringen wollen. Sie sind in einer therapeutischen Trance ausreichend wach und sich jederzeit bewusst, was Sie tun und sagen. Ein Kontrollverlust findet in einer Therapie nicht statt. Im Gegenteil, Sie gewinnen Kontrolle über Ihre emotionalen und unbewussten Anteile, die sich bislang Ihrem Zugriff entzogen haben. Die Bereitschaft sich vertrauensvoll zu öffnen und Ihr Willen Ihre Probleme zu verarbeiten, ist allerdings eine fundamentale Voraussetzung für den Erfolg jeder(!) Therapie.

 

Kann Hypnose für Sie gefährlich sein und es ggf. zu einer Re-Traumatisierung kommen? 

Nein, nicht in kompetenten "Händen"! Ein Trauma, dass Sie bereits ausreichend verarbeitet haben, kann Sie kaum noch negativ beeinflussen, außer kurz andauernden unangenehmen Erinnerungen und damit verbundenen Gefühlen die dann mal "hochkommen" können. Ein Trauma, dass Sie nicht ausreichend verarbeiten konnten, beeinflusst und schädigt Sie schon jetzt und ist Teil Ihrer aktuellen Probleme, egal wie bewusst es Ihnen ist. Wird eine traumatische Situation in einer Therapie aufgedeckt, können Sie Ihre damit verbundenen Gefühle abreagieren und verarbeiten und damit immer Druck aus Ihren "Systemen" herausnehmen und negative Glaubensätze "umprogrammieren".

Traumen die so massiv sind, dass Ihr Gehirn Sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht verarbeiten kann oder will, werden auch im Hypnosezustand nicht hervorgebracht und bleiben abgekapselt, bis Sie in der Lage sind, sich diesen zu stellen. Ihr Gehirn schützt sich und Sie immer ausreichend, da können Sie sich selbst vertrauen.

Eine Ausnahme ist hier das Posttraumatische Belastungssyndrom, wo es zu einer massiven Traumatisierung durch Gewalt, Katastrophen oder andere schwere Ereignisse gekommen ist und das Trauma meist bereits bewußt und in Ihnen präsent ist. Hier arbeitet man je nach individueller Problematik und Reaktion, in der Therapie konfrontierend oder auch unterstützend und ausgleichend (mehr Infos hier:PTBS).

 Was allerdings auch nach einer Hypnosetherapie allgemein (also nicht in Bezug auf PTBS) passieren kann ist, dass Sie sich erschöpft fühlen, in einigen Momenten noch Dinge wieder erinnern, die sich vielleicht nicht so gut anfühlen und auch mal einige, weniger gute Tage haben. Das ist Teil der Verarbeitung und hat mit einer (Re-)Traumatisierung nichts zu tun. Ihr Gehirn und Ihr Körper brauchen etwas Zeit, um sich wieder zu sortieren und die neuen Muster zu integrieren. Haben Sie mehrere Probleme oder Traumen, können diese nicht alle in einer Therapiesitzung verarbeitet werden, dass würde Sie überfordern. Ebenso kommt es vor, dass ein Problem wie z.B. Ängste (Übergewicht, Schlafstörungen u.a.) nur die Spitze eines "Eisberges" darstellen und unter der Wasseroberfläche andere Störungen, wie eine Depression oder komplexere Persönlichkeitsstörungen liegen, die nun nach der Auflösung der Ängste oder anderer aktueller Probleme, an die Oberfläche drängen. Auf diese Weise können Sie dann, positiv betrachtet, Ihre Probleme Schicht für Schicht konstruktiv verarbeiten und sich die Hilfe und Unterstützung holen, die Sie wirklich brauchen.

Bist Du der der Du sein willst?  

Kann es Ihnen nach einer Therapie auch schlechter gehen?

Normalerweise nicht, die Trance ist ein Entspannungszustand der keine Nebenwirkungen hat. In den meisten Fällen geht es Ihnen nach einer Behandlung besser als vorher (ein bischen "matschig" und erschöpft, vielleicht einige Minuten). 

Bei einer Traumabehandlung kann es Ihnen einige Tage nicht so gut gehen, weil das Auflösen eines Trauma eben auch mit einer Erinnerung also einem "Wiedererleben" sehr unangenehmer Dinge verbunden ist. Auch wenn ein Trauma in einer Hypnosesitzung gut verarbeitet werden kann, so wühlt es doch Ihre Emotionen manchmal übermäßig auf. Seele und Körper müssen sich  davon erst einmal  erholen, und das ganze dann verarbeiten. Das kann  ein par Tage dauern bis Sie sich besser fühlen. Das gilt analog auch für eine Hypnosebehandlung bei Angstproblemen. Das "virtuelle" Erleben und verarbeiten von Angst- und Paniksituationen heilt in vielen Fällen die Angst, aber es strengt auch an und wühlt emotional auf. Bis man sich wieder etwas ruhiger und ausgeglichener fühlt, dauert es manchmal einige Stunden bis Tage. In der Regel erfolgt die Verarbeitung einer Behandlung im Schlaf d.h. auch die Veränderungen beginnen oft erst am Folgetag einer Behandlung.

Bei allen Behandlungen, bei denen es nicht gelingt Ihre Probleme zu lösen, geht es Ihnen nach der Behandlung genauso gut oder schlecht wie vor der Behandlung. Subjektiv fühlen sich manche Patienten vorübergehend schlechter weil der Versuch Probleme zu lösen anstrengt und ein Misserfolg Frustationsgefühle auslösen kann. Das kann vorhandene Störungen subjektiv verstärken.

Ein weiterer Grund, dass es Ihnen nach einer Behandlung evtl. schlechter gehen kann wäre, dass Sie eine schwere psychische Erkrankung haben wie z.B. eine Depression, eine Persönlichkeitsstörung ( z.B. bipolare PK, borderline PK), die sich hinter einer psychosomatischen Problematik, einem Angstproblem, einer Schlafstörung  einem Gewichtsproblem etc. "versteckt" bzw. deren Grundursache ist. Behandelt man nun z.B. Ihren Reizdarm, Ihre Phobie oder Ihr Übergewicht erfolgreich, so kommen manchmal andere Symptome der genannten Erkrankungen in den Vordergrund, die Sie vorher nicht so bewusst wahrgenommen haben weil Ihr Fokus auf den oberflächlicheren Problemen lag. Das ist nicht als negativ zu betrachten, weil Probleme oft in Schichten bestehen und man manchmal dann auch Schicht für Schicht verarbeiten muss. Der Wunsch immer gleich an die Ursache aller Ursachen zu kommen, läßt sich nicht immer erfüllen, weil oft die energiereichen Gefühle (Angst, Wut) die energieärmeren (Traurigkeit, Leere) überlagern dh. zuerst abreagiert werden müssen.

  

Sind Sie überhaupt hypnotisierbar?

Manche Menschen oder manche Störungen eignen sich nicht für eine Hypnosetherapie (siehe auch Menüpunkt Kontraindikationen). Ansonsten ist die Hypnose prinzipiell für jeden Menschen geeignet, der sie durchführen will und bereit ist, sich darauf einzulassen. Sie brauchen nur eine gute Vorstellungskraft, ein gesundes Körpergefühl sowie den Willen und die Bereitschaft sich vertrauensvoll in eine tiefe Entspannung führen zu lassen. Dazu gehört auch, dass Sie zu dem jeweiligen Therapeuten ein Vertrauensverhältnis aufbauen können.

Es ist individuell und situationsabhängig verschieden, wie schnell und wie tief sich Menschen in den Hypnosezustand (Trance) versetzen lassen. Fast jeder erreicht jedoch eine ausreichende Entspannungstiefe, um die genannten psychischen Probleme verarbeiten zu können. Lediglich Menschen die ein zwanghaft, starkes Kontrollbedürfnis haben, extrem "kopflastig" sind oder bei denen sich vielleicht ein Teil Ihrer Persönlichkeit aus verschiedenen Gründen dagegen wehrt, sich zu entspannen und zu öffnen, können von dieser Therapie nicht ausreichend profitieren. Ebenso macht es jede therapeutische Arbeit etwas langwieriger, wenn Sie ein Mensch sind, der in Bezug auf innere Vorgänge bisher unreflektiert war, sich also eher wenig mit sich selbst beschäftigt hat oder es vielleicht auch bisher gar nicht wollte oder gebraucht hat. Solche Menschen neigen aber eher selten dazu, sich für eine Hypnosetherapie zu entscheiden. Für diese Menschen eignen sich andere Wege sich zu verändern bzw. an sich zu arbeiten, meist besser.

In meiner Praxis setzen wir immer Tests ein, die uns verraten, ob Sie für eine Hypnosetherapie geeignet sind. Allgemein gilt bezogen auf Problem und Persönlichkeit die Aussage, dass 1/3 aller Menschen/Probleme perfekt für die Hypnose geeignet sind und mit dieser Behandlung spektakuläre Ergebnisse erzielen können. Ein weiteres Drittel hat etwas mehr Schwierigkeiten und benötigt manchmal etwas länger um in eine Trance zu kommen und dort Zugang zu den Ursachen ihrer aktuellen Probleme zu finden aber es funktioniert grundsätzlich noch gut. Bei einem Drittel  ist es aufgrund von der Problemstellung oder/und der Persönlichkeitsstruktur aber ggf. auch der Interaktion mit dem jeweiligen Therapeuten (Problem-Klient-Therapeut müssen zusammenpassen) nicht sinnvoll oder schon extrem schwierig mit Hypnose erfolgreich zu arbeiten.

 

Kann es passieren dass Sie in einer Trance nichts besonderes spüren oder wahrnehmen?

Ja, das kommt durchaus häufiger vor. Ohne das Erscheinen eines mit Ihren Problemen verbundenen Gefühls, einer Erinnerung oder eines Bildes, fehlt der wichtigste Faktor um die Ursachen einer seelischen Störung auflösen oder "umprogrammieren zu können". Dafür kann es eine Reihe von Gründen geben:

►Bestimmte Drogen und Medikamente, die gefühlsdämpfend wirken.

►Die Trance ist zu tief oder nicht tief genug.

►Wir finden nicht den richtigen Auslöser/Trigger um Ihre Gefühle anzusprechen.

►Sie blockieren bewusst oder unbewusst Ihre Gefühle oder Erinnerungen z.B. um sich selbst zu schützen.

►Sie wollen (oft unbewusst) Ihren Zustand zur Zeit nicht verändern weil Sie in irgend einer Form davon profitieren ( z.B. Sie erhalten mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung von Ihrem Umfeld, Sie müssen evtl. nicht mehr arbeiten oder man belastet Sie nicht mehr mit zu vielen Dingen und Verantwortungen) 

►Sie haben vielleicht ein übergroßes Kontrollbedürfnis, dass eine Trance vielleicht noch zulässt, aber das Ausdrücken tieferer Gefühle blockiert.

►Sie können nicht entspannen und loslassen weil Sie dass Gefühl haben, sie selbst oder Ihr zu lösendes Problem sind bei Ihrem Therapeuten nicht optimal aufgehoben

In allen genannten Fällen gibt es verschieden Möglichkeiten damit umzugehen.

Manchmal hilft es, positiv zu arbeiten, d.h eine angenehme Situation mit angenehmen Gefühlen tief in Ihrem Unterbewusssein zu verankern und Ihnen für Ihren Alltag zugänglich zu machen (Gedankenstopp). Das funktioniert fast immer.

In anderen Fällen kann man versuchen herauszuarbeiten, welche Anteile in Ihnen Ihre Veränderung sabottieren.

In einigen Fällen benötigen Sie auch mehr Zeit, d.h. mehrere Sitzungen, um sich auf die  Hypnosebehandlung einzulassen und Vertrauen zu sich selbst und Ihrem Therapeuten aufzubauen.   

Wenn nichts funktioniert, hilft ein Wechsel des Therapeuten oder ein Umstieg auf eine andere Therapieform.

Wir werden immer das tun, was das Beste für Sie und Ihr Problem ist, denn das ist auch das Beste für mich als Ihr Therapeut.

 

Können Sie Hypnosetherapie zeitgleich mit Medikamenten oder anderen Therapien durchführen?

Ja, grundsätzlich können sich verschiedene Verfahren gut ergänzen. Verhaltenstherapie und systemische Verfahren eignen sich sogar recht gut, um sie mit einer Hypnosetherapie zu ergänzen. Auch bei analytischen und gesprächsorientierten Verfahren, kann eine Hypnosetherapie ergänzend die emotionale Seite eines Problems behandeln und diese Therapien sogar voranbringen. Trauma-Therapien und die entsprechenden Techniken, überschneiden sich manchmal zu sehr mit einer Hypnosetherapie. Hier kann es zu Überforderungen und ungünstigen Interferenzen kommen. Eine ergänzende Hypnosetherapie empfehle ich hier nur, wenn dieses in Zusammenarbeit mit Ihrem Trauma-Therapeut geschieht.

Medikamente können den therapeutischen Prozess unterstützen oder unmöglich machen, wenn sie eine tiefe Entspannung einschränken oder das Erleben von Gefühlen zu sehr dämpfen. Hier muss man den Einzelfall betrachten und vorab eine entsprechende Diagnostik/Probebehandlung machen um zu sehen, ob eine Hypnosetherapie Sinn macht. Ihr Arzt oder Therapeut sollte jedoch darüber informiert sein, wenn Sie sich dazu entscheiden, zusätzlich eine Hypnosetherapie durchzuführen, um die dadurch ausgelösten Prozesse besser verstehen und unterstützen zu können.

 

Ihr Arzt oder Therapeut rät Ihnen von einer Hypnosebehandlung ab, wie können Sie damit umgehen? 

Viele Ärzte oder auch Psychologen, die andere Verfahren verwenden, kennen häufig die Potentiale einer Hypnosetherapie nicht genau, haben vielleicht Vorurteile, möchten Sie als Patient/Klient/Einkommensquelle nicht verlieren oder befürchten, dass Sie in "inkompetente Hände" geraten.

Bitte lassen Sie sich nicht von einer schlecht begründeten Meinung (und mehr ist das oft nicht) abspeisen, sondern lassen Sie sich genau erklären, warum man Ihnen von einer der schnellsten und effektivsten Therapien, die es gibt, abrät. Wenn es  für Sie gute und nachvollziehbare Gründe gibt und Sie dort mit Ihrer Therapie gut "vorankommen", dann hören Sie auf Ihren Arzt oder Therapeuten und schließen zunächst dort Ihre Therapie ab. Ansonsten informieren Sie sich selbst und treffen Sie Ihre eigene und selbst bestimmte Entscheidung, ob Sie diese Therapie durchführen und zu welchem Therapeuten Sie gehen wollen. Rufen Sie Ihren gewählten Therapeuten an oder vereinbaren Sie einen Termin, bei dem Sie alle Ihre Fragen klären können und entscheiden Sie sich erst dann, was Sie machen wollen.

 

Muss ein Hypnosetherapeut Psychologe oder Arzt sein?

Nein, er kann es, muss es aber nicht sein! Wenn Sie Ärzte oder Psychologen bzw. deren Verbände befragen, werden diese das in vielen Fällen bestätigen und ggf. erklären welche Therapeuten, in welchen Verbänden seriös arbeiten. Natürlich geht es hierbei auch um eigene Interessen, wenn man andere Therapeuten mit anderen Ausbildungen und Vorrausetzungen abwertet.

In der Hypnosetherapie sind Sie selbst es, der sich in eine Trance bringt, ich zeige Ihnen nur den Weg und sorge dafür dass Sie nicht falsch abbiegen. Der therapeutische Prozess wird ausschliesslich durch Sie selbst, Ihrem Unterbewusssein gesteuert. Das beinhaltet das Zulassen aber auch das Blockieren von Bildern, Erinnerungen, Gefühlen oder körperlichen Reaktionen. Es ist immer Ihre Entscheidung, bewusst oder unbewusst.

Die Lösung eines Problems erledige nicht ich für Sie, sondern die entsteht aus Ihnen selbst. Ihr Unterbewusstsein weiß was es braucht um ein Problem zu verstehen, zu verarbeiten und dann letztendlich zu lösen. Mein "Job" ist nur der, Sie dabei zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass Sie  bis zum Ende dran bleiben und Ihnen die richtigen Fragen zu stellen.

Ich verrate Ihnen jetzt mal ein Geheimnis: Eine Hypnosebehandlung ist für mich als Therapeut relativ einfach, wenn Sie (bzw. Ihr Unterbewusstsein) bereit sind mitzumachen, Sie sich für diese Behandlungform grundsätzlich eignen und  auch Ihre Problemstellung für diese Behandlung passt (siehe "Kontraindikationen").

In der Hypnosetherapie werden Sie als Klient nicht in diagnostische Schubladen einsortiert, Ihnen Problemlösungen vorgegeben, Ihnen Verhaltenstipps oder Medikamente gegeben und Ihre psychische Phänomene interpretiert. Auch eine langfristige Begleitung und Unterstützung durch Ihren Alltag oder ein Training wie Sie mit sich selbst und Ihrem Umfeld besser klarkommen, ist nicht Bestandteil dieser Therapie.

In sofern ist die Hypnosetherapie so wie wir sie hier einsetzen, weder Medizin noch Psychotherapie im klassischen Sinne und ein wissenschaftliches Studium hilft da eher weniger. Hypnosetherapie ist eine eigenständige Behandlungsform, die andere Verfahren nicht ersetzt sondern ergänzt bzw. dort eingesetzt werden kann, wo andere Konzepte nicht so schnell und effektiv funktionieren. 

Wie finden Sie den besten Therapeuten für sich?

Suchen Sie sich einen Therapeuten, der über eine Heilerlaubnis als Psychologe, Arzt oder Heilpraktiker. verfügt, wenn Sie therapeutisch arbeiten wollen (wenn es um nicht therapeutische Inhalte geht, sie also körperlich und seelisch gesund sind, können Sie auch nach einem "Hypnosecoach" suchen). Lassen Sie sich sein Therapiekonzept incl. Indikationen und Kontraindikationen erklären (lesen Sie seine Homepage wirklich durch und fragen Sie ggf. nach). Die Therapie sollte ursächlich (auflösende/aufdeckende Hypnose) also mit den Methoden der Hypnoanalyse und der Regression durchgeführt werden können, also keine reine Suggestionstherapie sein.

Schauen Sie ob das für Sie und Ihre persönlichen Bedürfnisse stimmig ist. Überprüfen Sie ggf. auch, welche Qualifikationen Ihr Therapeut hat und ob Sie diese z.B. auf der Website überprüfen können. Schauen Sie auch, ob der Therapeut fair und seriös die Kosten seiner Therapie transparent macht.

Der wichtigste Punkt am Schluss: Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl! Sie müssen eine gutes Gefühl haben, um sich vertrauensvoll in eine tiefe Entspannung begeben und sich dann auch öffnen zu können. Dazu sollte ein Telefonat und ein Erstgespräch (incl. Anamnese und Diagnostik) erfolgen, bevor der eigentliche Therapieprozess beginnt. Informieren Sie sich auch durch andere Quellen über Hypnose, Hypnosetherapie, Ihr konkretes Problem oder Anliegen und vergleichen Sie auch verschiedene Anbieter in Ihrer Region. Dann sind Sie selbst schon ein "Experte" in eigener Sache und können gut informiert entscheiden, was Sie wollen und brauchen.

Bedenken Sie, es kann und muss keinesfalls alles perfekt sein aber es muss gut genug sein!

Manchen Leuten merkt an, dass Sie weggetreten sind

Hypnoseshows

In Vorführungen und Shows scheint es so zu sein, als ob der Hypnotiseur in der Lage sei, Menschen zu schier unglaublichen Handlungen zu bringen.

​Bei vielen Menschen ensteht die Befürchtung, dass Hypnose eine Manipulationstechnik sei, und sie zu Dingen bringen könne, die sie nicht möchten. Tatsächlich scheint es möglich zu sein, Menschen mit Hypnose zu manipulieren, wenn Sie sich darauf einlassen. Wie ist so etwas möglich?

Menschen reagieren vor einem Publikum völlig anders als im Alltag oder in einer Therapiesitzung. Der Showhypnotiseur wählt gezielt besonders suggestive Menschen aus. In anderen Fällen, gibt es auch Teilnehmer, die einfach mitspielen. Bestimmte "Tricks",  funktionieren dann tatsächlich auf einer Bühne.

Es ist jedoch unmöglich Menschen zu etwas zu bringen, was Ihren Werten, Gefühlen und Ihren Grundeinstellungen widerspricht. Jeder Mensch verfügt in seinem Gehirn über eine Reihe von Schutzmechanismen, die das verhindern würden. Shows ähneln sich deshalb oft, weil sie sich immer nur bestimmte Effekte zu Nutze machen können (das Steif machen zwischen zwei Stühlen oder der Apfel, der wie eine Zitrone schmeckt oder die Amnesie des eigenen Namens etc.). Weitergehende Manipulationen funktionieren aufgrund der Schutzprogramme in unserem Gehirn nicht, oder nur in Ausnahmefällen.

​Solche Showeffekte der Hypnose sind nicht ganz unbedenklich, weil der Hypnotiseur oft die medizinischen und psychologischen Probleme seiner Probanden nicht kennt und oft auch nicht über ausreichende medizinische und psychologische Kenntnisse verfügt. Es kann in Ausnahmefällen dann zu unerwünschten Wirkungen kommen.

Andererseits sind solche Demonstrationen auch eine "Werbung" für Hypnose weil sie die schier unglaublichen Potentiale dieser Technik auf unterhaltsame Weise einer größeren Anzahl von Menschen nahebringen kann. Es hat eben alles immer auch seine zwei Seiten...

​In einer Therapie sind solche Manipulationen jedoch nicht erwünscht oder es ist sogar unmöglich weil die Intention, die Trancetiefe und natürlich auch die Situation eine völlig andere ist. Hier bleiben Sie "Herr Ihrer Sinne", liegen oder sitzen entspannt und verarbeiten einfach nur die Probleme, die Sie auch wirklich verarbeiten können und wollen. Therapie und Show sind also zwei völlig verschiedene Dinge. Ich werde Sie niemals zu etwas "überreden" was Sie nicht wollen oder was Ihnen schaden könnte, nicht nur weil ich es nicht will sondern auch weil ich es in einer Therapiesituation gar nicht kann. Alles was in einer Therapie geschieht, dient Ihrer "Heilung". Das schlimmste was Ihnen passieren könnte ist, dass nichts passiert! 

➥ Kontakt

 

 

 

 

 

    

                  

Nach oben