FAQ Hypnose

Hier kurz und kompakt, alle wichtigen Fragen und Antworten zum Thema Hypnose

Es gibt wohl kaum eine Therapie, über die so wenig und oft so falsches Wissen vorhanden ist, wie bei der Hypnosetherapie.

Mit diesem Satz kannst du jeden Unfug kontern: Das ist aber ganz schön viel Meinung, für so wenig Ahnung!

 

Vergleichsstudie

Es gibt eine zugegebenermaßen recht alte Untersuchung aus dem Jahre 1970 von Dr. Alfred Barrios, die ich Ihnen, nicht vorenthalten will:

Psychoanalyse:       benötigt ca. 600 Sitzungen und hat eine Erfolgsrate von ca. 38%

Verhaltenstherapie: benötigt ca.   22 Sitzungen und hat eine Erfolgsrate von ca. 72%

Hypnotherapie:       benötigt ca.     6 Sitzungen und hat eine Erfolgsrate von ca. 93%

Wenn auch die absoluten Zahlen vielleicht nicht mehr der heutigen der Realität entsprechen, so spricht aber der Trend (schnell und effektiv) im Vergleich der verschiedenen Therapieansätze für die Hypnotherapie und so  kann man durchaus, die Hypnosetherapie als eine der effektivsten und die vielleicht am meisten unterschätzte Therapie betrachten. Das gilt insbesondere dann, wenn man die Hypnose genau dort einsetzt, wo sie ihre Stärken hat.

    

Hypnosetherapie, was ist das eigentlich?

Hypnosetherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes, psychotherapeutisches Verfahren, zur Behandlung Ihrer emotionalen und traumatischen Probleme sowie zur Veränderung Ihrer negativen Glaubenssätze und Denkmuster. Hier wirkt die Hypnosetherapie vor allem in Ihren tieferen, emotionalen und unbewussten Bereichen Ihres Gehirns, wo Sie im normalen, wachen Alltagsbewusstsein, nahezu keinen Zugriff haben.

 

Was ist eine Trance?

Eine Trance ist eine spezieller, tiefer Entspannungszustand zwischen Wachsein und Schlaf, bei dem Ihr Gehirn in die Lage versetzt wird, sich zu fokussieren und Zugang zu Ihren emotionalen und nicht bewussten Bereichen zu bekommen, da Ihr rationaler Verstand sich (weitgehend aber nicht vollständig) zurückzieht und diese Bereiche nicht mehr blockiert.

 

Werden Sie in einer therapeutischen Hypnose bzw. Trance willenlos und manipulierbar?

Nein! Sie sind in einer Trance tief entspannt, bleiben aber wach, sind in der Lage zu kommunizieren und können durchaus bewusst alles wahrnehmen und später auch erinnern, was in der Therapie geschieht. Ihr Gehirn hat ausreichend Schutzmechanismen um jederzeit alles abzuwehren, was Ihrem Willen, Ihren Werten und Ihren Gefühlen widerspricht.

 

Kann es passieren, dass Sie aus einer Trance nicht mehr "aufwachen"?

Nein, das ist unmöglich und noch niemals passiert! Sie können jederzeit wieder in Ihren normalen Wachzustand zurückkommen, wenn Sie es wollen. Selbst wenn Ihr Entspannungszustand extrem tief und super angenehm ist (das kann wie eine Droge sein), wird Ihr Gehirn Sie automatisch wieder in den Alltagszustand zurückbringen, wenn es für Sie nötig, wichtig und sinnvoll ist, Sie also z.B. aufstehen und die Praxis verlassen möchten oder etwas passiert, was Ihre Wachheit erfordert. Im übrigen werde ich Sie immer sanft, deutlich und nachhaltig so "aufwecken", dass Sie sich nach der Therapie frisch und wach fühlen.

 

Kann es in einer Hypnose dazu kommen, dass Sie Dinge erzählen, die Sie nicht erzählen wollen?

Nein! Sowohl Ihr Bewusstsein, (dass ja nicht ausgeschaltet ist) als auch Ihre unbewussten Anteile, verfügen auch in einer Trance über Schutzprogramme, die dafür sorgen, dass Sie nur Erinnerungen, Gefühle und Bilder hervorbringen, die Sie gut ertragen können und auch hervorbringen wollen. Sie sind in einer therapeutischen Trance ausreichend wach und sich jederzeit bewusst, was Sie tun und sagen. Ein Kontrollverlust findet in einer Therapie nicht statt. Im Gegenteil, Sie gewinnen Kontrolle über Ihre emotionalen und unbewussten Anteile, die sich bislang Ihrem Zugriff entzogen haben. Die Bereitschaft sich vertrauensvoll zu öffnen und Ihr Willen Ihre Probleme zu verarbeiten, ist allerdings eine fundamentale Voraussetzung für den Erfolg jeder(!) Therapie.

 

Kann Hypnose für Sie gefährlich sein und es ggf. zu einer Re-Traumatisierung kommen? 

Nein, nicht in kompetenten "Händen"! Ein Trauma, dass Sie bereits ausreichend verarbeitet haben, kann Sie ohnehin nicht mehr negativ beeinflussen. Ein Trauma, dass Sie nicht ausreichend verarbeiten konnten, beeinflusst und schädigt Sie schon jetzt und ist Teil Ihrer aktuellen Probleme, egal wie bewusst es Ihnen ist. Wird eine traumatische Situation in einer Therapie aufgedeckt, können Sie Ihre damit verbundenen Gefühle abreagieren und verarbeiten und damit immer Druck aus Ihren "Systemen" herausnehmen. Ihre mit den Traumatisierungen und Emotionen verbundenen, negativen Glaubenssätze und Denkmuster können nur dann in positivere Muster "umprogrammiert" werden, wenn Sie sich Ihren "Dämonen" stellen. Traumen die so massiv sind, dass Ihr Gehirn Sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht verarbeiten kann oder will, werden auch im Hypnosezustand nicht hervorgebracht und bleiben abgekapselt, bis Sie in der Lage sind, sich diesen zu stellen. Ihr Gehirn schützt sich und Sie immer ausreichend, da können Sie sich selbst vertrauen. Eine Ausnahme ist hier das Posttraumatische Belastungssyndrom, wo es zu einer massiven Traumatisierung durch Gewalt, Katastrophen oder andere schwere Ereignisse gekommen ist und das Trauma meist bereits bewußt und in Ihnen präsent ist. Hier arbeitet man je nach individueller Problematik und Reaktion, in der Therapie konfrontierend oder auch unterstützend und ausgleichend (mehr Infos hier:PTBS). Was allerdings auch nach einer Hypnosetherapie allgemein (also nicht in Bezug auf PTBS) passieren kann ist, dass Sie sich erschöpft fühlen, in einigen Momenten noch Dinge wieder erinnern, die sich vielleicht nicht so gut anfühlen und auch mal einige, weniger gute Tage haben. Das ist Teil der Verarbeitung und hat mit einer (Re-)Traumatisierung nichts zu tun. Ihr Gehirn und Ihr Körper brauchen etwas Zeit, um sich wieder zu sortieren und die neuen Muster zu integrieren. Haben Sie mehrere Probleme oder Traumen, können diese nicht alle in einer Therapiesitzung verarbeitet werden, dass würde Sie überfordern. Ebenso kommt es vor, dass ein Problem wie z.B. Ängste (Übergewicht, Schlafstörungen u.a.) nur die Spitze eines "Eisberges" darstellen und unter der Wasseroberfläche andere Störungen, wie eine Depression oder komplexere Persönlichkeitsstörungen liegen, die nun nach der Auflösung der Ängste oder anderer aktueller Probleme, an die Oberfläche drängen. Auf diese Weise können Sie dann, positiv betrachtet, Ihre Probleme Schicht für Schicht konstruktiv verarbeiten und sich die Hilfe und Unterstützung holen, die Sie wirklich brauchen.    

 

Sind Sie überhaupt hypnotisierbar?

Manche Menschen oder manche Störungen eignen sich nicht für eine Hypnosetherapie (siehe auch Menüpunkt Kontraindikationen). Ansonsten ist die Hypnose prinzipiell für jeden Menschen geeignet, der sie durchführen will und bereit ist, sich darauf einzulassen. Sie brauchen nur eine gute Vorstellungskraft, ein gesundes Körpergefühl sowie den Willen und die Bereitschaft sich vertrauensvoll in eine tiefe Entspannung führen zu lassen. Es ist individuell und situationsabhängig verschieden, wie schnell und wie tief sich Menschen in den Hypnosezustand (Trance) versetzen lassen. Fast jeder erreicht jedoch eine ausreichende Entspannungstiefe, um die genannten psychischen Probleme verarbeiten zu können. Lediglich Menschen die ein zwanghaft, starkes Kontrollbedürfnis haben, extrem "kopflastig" sind oder bei denen sich vielleicht ein Teil Ihrer Persönlichkeit aus verschiedenen Gründen dagegen wehrt, sich zu entspannen und zu öffnen, können von dieser Therapie nicht ausreichend profitieren. Ebenso macht es jede therapeutische Arbeit etwas langwieriger, wenn Sie ein Mensch sind, der in Bezug auf innere Vorgänge bisher unreflektiert war, sich also eher wenig mit sich selbst beschäftigt hat oder es vielleicht auch bisher gar nicht wollte oder gebraucht hat. Solche Menschen neigen aber eher selten dazu, sich für eine Hypnosetherapie zu entscheiden. Für diese Menschen eignen sich andere Wege sich zu verändern bzw. an sich zu arbeiten, meist besser. In meiner Praxis setzen wir immer Tests ein, die uns verraten, ob Sie für eine Hypnosetherapie geeignet sind.

 

Kann es passieren dass Sie in einer Trance nichts besonderes spüren oder wahrnehmen?

Ja, das kommt durchaus häufiger vor. Ohne das Erscheinen eines mit Ihren Problemen verbundenen Gefühls, einer Erinnerung oder eines Bildes, können Sie auch nichts ursächlich auflösen oder "umprogrammieren". Dafür kann es eine Reihe von Gründen geben:

Bestimmte Drogen und Medikamente, die gefühlsdämpfend wirken.

Die Trance ist zu tief oder nicht tief genug.

Wir finden nicht den richtigen Auslöser/Trigger um Ihre Gefühle anzusprechen.

Sie blockieren bewusst oder unbewusst Ihre Gefühle oder Erinnerungen z.B. um sich selbst zu schützen.

Sie wollen (oft unbewusst) Ihren Zustand zur Zeit nicht verändern weil Sie in irgend einer Form davon profitieren ( z.B. Sie erhalten mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung von Ihrem Umfeld, Sie müssen evtl. nicht mehr arbeiten oder man belastet Sie nicht mehr mit zu vielen Dingen und Verantwortungen) 

Sie haben vielleicht ein übergroßes Kontrollbedürfnis, dass eine Trance vielleicht noch zulässt, aber das Ausdrücken tieferer Gefühle blockiert.

In diesen Fällen, wo Sie keinen guten Zugang zu Ihren tieferen Anteilen bekommen, macht es oft Sinn, mit Ihnen in der Trance in eine angenehme Situation, mit guten Gefühlen zu gehen, diese in Ihrem Unterbewusstsein zu verankern und diese Ihnen für Ihren Alltag zugänglich zu machen, so dass Sie jederzeit über eine Technik verfügen, mit der Sie unangenehme Gefühle und Gedanken stoppen können (verhaltenstherapeutischer Ansatz). Das funktioniert im Hypnosezustand fast immer. Das ganze werde ich dann noch mit positiven Suggestionen unterstützen, die wenn Sie sie annehmen können, eine sehr starke Wirkung entfalten und Sie in Ihrem Alltag unterstützen können. Manchmal braucht das wirkliche "Loslassen" und "Zulassen" etwas mehr Zeit und Vertrauensaufbau, so dass mehrere Sitzungen erforderlich sind.     

 

Können Sie Hypnosetherapie zeitgleich mit Medikamenten oder anderen Therapien durchführen?

Ja, grundsätzlich können sich verschiedene Verfahren gut ergänzen. Verhaltenstherapie und systemische Verfahren eignen sich sogar recht gut, um sie mit einer Hypnosetherapie zu ergänzen. Auch bei analytischen und gesprächsorientierten Verfahren, kann eine Hypnosetherapie ergänzend die emotionale Seite eines Problems behandeln und diese Therapien sogar voranbringen. Trauma-Therapien und die entsprechenden Techniken, überschneiden sich manchmal zu sehr mit einer Hypnosetherapie. Hier kann es zu Überforderungen und ungünstigen Interferenzen kommen. Eine ergänzende Hypnosetherapie empfehle ich hier nur, wenn dieses in Zusammenarbeit mit Ihrem Trauma-Therapeut geschieht. Medikamente können den therapeutischen Prozess unterstützen oder unmöglich machen, wenn sie eine tiefe Entspannung einschränken oder das Erleben von Gefühlen zu sehr dämpfen. Hier muss man den Einzelfall betrachten und vorab eine entsprechende Diagnostik/Probebehandlung machen um zu sehen, ob eine Hypnosetherapie Sinn macht. Ihr Arzt oder Therapeut sollte jedoch darüber informiert sein, wenn Sie sich dazu entscheiden, zusätzlich eine Hypnosetherapie durchzuführen, um die dadurch ausgelösten Prozesse besser verstehen und unterstützen zu können.

 

Ihr Arzt oder Therapeut rät Ihnen von einer Hypnosebehandlung ab, wie können Sie damit umgehen? 

Viele Ärzte oder auch Psychologen, die andere Verfahren verwenden, kennen häufig die Potentiale einer Hypnosetherapie nicht genau, haben vielleicht Vorurteile, möchten Sie als Patient/Klient/Einkommensquelle nicht verlieren oder befürchten, dass Sie in "inkompetente Hände" geraten. Bitte lassen Sie sich nicht von einer schlecht begründeten Meinung (und mehr ist das oft nicht) abspeisen, sondern lassen Sie sich genau erklären, warum man Ihnen von einer der schnellsten und effektivsten Therapien, die es gibt, abrät. Wenn es  für Sie gute und nachvollziehbare Gründe gibt und Sie dort mit Ihrer Therapie gut "vorankommen", dann hören Sie auf Ihren Arzt oder Therapeuten und schließen zunächst dort Ihre Therapie ab. Ansonsten informieren Sie sich selbst und treffen Sie Ihre eigene und selbst bestimmte Entscheidung, ob Sie diese Therapie durchführen und zu welchem Therapeuten Sie gehen wollen. Rufen Sie Ihren gewählten Therapeuten an oder vereinbaren Sie einen Termin, bei dem Sie alle Ihre Fragen klären können und entscheiden Sie sich erst dann, was Sie machen wollen.

 

Muss ein Hypnosetherapeut Psychologe oder Arzt sein?

Wenn Sie Ärzte oder Psychologen bzw. deren Verbände befragen, werden diese das in vielen Fällen bestätigen. Natürlich geht es hierbei auch um eigene Ressourcen. Tatsächlich gibt es auf dem "Markt" auch eine Reihe von Hypnoseanwendern mit eher geringer therapeutischer Kompetenz. Genauso werden Sie vermutlich unter Ärzten und Psychologen auch Therapeuten finden, die trotz eines umfangreichen wissenschaftlichen Studiums, keine besonders gute und effektive Hypnosetherapie durchführen können. Eine Therapieausbildung in Hypnosetherapie oder Hypnotherapie, erfolgt  immer begleitend oder nach dem Studium und kann hervorragend oder weniger gut sein, genauso wie die individuelle Fähigkeit bzw. das Talent, erfolgreich therapeutisch arbeiten zu können. Aus meiner Erfahrung, kann ich sagen, dass es auch hervorragende Heilpraktiker/psychologische Heilpraktiker gibt, die eine seriöse und kompetente Hypnosetherapie durchführen können, wenn Sie eine gute Ausbildung absolviert haben und über ein entsprechendes therapeutisches Talent verfügen. In der Hypnosetherapie werden Sie als Klient nicht in diagnostische Schubladen einsortiert, Ihnen Problemlösungen vorgegeben, Ihnen Verhaltenstipps gegeben und Ihre psychische Phänomene interpretiert. Es wird primär mit Ihren Emotionen, Körpergefühlen, Bildern und Erinnerungen gearbeitet und die "Heilung" sowie die Lösung von Problemen, entsteht und entwickelt sich aus Ihnen selbst, Ihren Gefühlen und Ihrem Unterbewusstsein. Einfacher formuliert: Sie lösen Ihre Probleme selbst und haben bereits die entsprechende Programme dafür. Sie müssen sie nur finden und abrufen und da sehe ich meine therapeutische Aufgabe, Sie dabei zu unterstützen.

     

Wie finden Sie den besten Therapeuten für sich?

Suchen Sie sich einen Therapeuten, der über eine Heilerlaubnis als Psychologe, Arzt oder Heilpraktiker. verfügt, wenn Sie therapeutisch arbeiten wollen (wenn es um nicht therapeutische Inhalte geht, sie also körperlich und seelisch gesund sind, können Sie auch nach einem "Hypnosecoach" suchen). Lassen Sie sich sein Therapiekonzept incl. Indikationen und Kontraindikationen erklären (lesen Sie seine Homepage wirklich durch und fragen Sie ggf. nach). Die Therapie sollte ursächlich (auflösende/aufdeckende Hypnose) also mit den Methoden der Hypnoanalyse und der Regression durchgeführt werden können, also keine reine Suggestionstherapie sein. Schauen Sie ob das für Sie und Ihre persönlichen Bedürfnisse stimmig ist. Überprüfen Sie ggf. auch, welche Qualifikationen Ihr Therapeut hat und ob Sie diese z.B. auf der Website überprüfen können. Schauen Sie auch, ob der Therapeut fair und seriös die Kosten seiner Therapie transparent macht. Der wichtigste Punkt am Schluss: Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl! Sie müssen eine gutes Gefühl haben, um sich vertrauensvoll in eine tiefe Entspannung begeben und sich dann auch öffnen zu können. Dazu sollte ein Telefonat und ein Erstgespräch (incl. Anamnese und Diagnostik) erfolgen, bevor der eigentliche Therapieprozess beginnt. Informieren Sie sich auch durch andere Quellen über Hypnose, Hypnosetherapie, Ihr konkretes Problem oder Anliegen und vergleichen Sie auch verschiedene Anbieter in Ihrer Region. Dann sind Sie selbst schon ein "Experte" in eigener Sache und können gut informiert entscheiden, was Sie wollen und brauchen.

 

Hypnoseshows

In Vorführungen und Shows scheint es so zu sein, als ob der Hypnotiseur in der Lage sei, Menschen zu schier unglaublichen Handlungen zu bringen.

​Bei vielen Menschen ensteht die Befürchtung, dass Hypnose eine Manipulationstechnik sei, und sie zu Dingen bringen könne, die sie nicht möchten. Tatsächlich scheint es möglich zu sein, Menschen mit Hypnose zu manipulieren, wenn Sie sich darauf einlassen. Wie ist so etwas möglich?

Menschen reagieren vor einem Publikum völlig anders als im Alltag oder in einer Therapiesitzung. Der Showhypnotiseur wählt gezielt besonders besonders sugestive Menschen aus. In anderen Fällen, gibt es auch Teilnehmer, die einfach mitspielen. Bestimmte "Tricks",  funktionieren dann tatsächlich auf einer Bühne.

Es ist jedoch unmöglich Menschen zu etwas zu bringen was Ihren Werten, Gefühlen und Ihren Grundeinstellungen widerspricht. Jeder Mensch verfügt in seinem Gehirn über eine Reihe von Schutzmechanismen, die das verhindern würden. Shows ähneln sich deshalb oft, weil sie sich immer nur bestimmte Effekte zu Nutze machen können (das Steif machen zwischen zwei Stühlen oder der Apfel der wie eine Zitrone schmeckt etc.). Weitergehende Manipulationen funktionieren aufgrund der Schutzprogramme in unserem Gehirn nicht, oder nur in Ausnahmefällen.

​Solche Showeffekte der Hypnose sind nicht ganz unbedenklich, weil der Hypnotiseur oft die medizinischen und psychologischen Probleme seiner Probanden nicht kennt und oft auch nicht über ausreichende medizinische und psychologische Kenntnisse verfügt. Es kann in Ausnahmefällen dann zu unerwünschten Wirkungen kommen.

Andererseits sind solche Demonstrationen auch eine "Werbung" für Hypnose weil sie die schier unglaublichen Potentiale dieser Technik auf unterhaltsame Weise einer größeren Anzahl von Menschen nahebringen kann. Es hat eben alles immer auch seine zwei Seiten...

​In einer Therapie sind solche Manipulationen jedoch nicht erwünscht oder es ist sogar unmöglich weil die Intention, die Trancetiefe und natürlich auch die Situation eine völlig andere ist. Hier bleiben Sie "Herr Ihrer Sinne", liegen oder sitzen entspannt und verarbeiten einfach nur die Probleme, die Sie auch wirklich verarbeiten können und wollen. Therapie und Show sind also zwei völlig verschiedene Dinge. Ich werde Sie niemals zu etwas "überreden" was Sie nicht wollen oder was Ihnen schaden könnte, nicht nur weil ich es nicht will sondern auch weil ich es in einer Therapiesituation gar nicht kann. Alles was in einer Therapie geschieht dient Ihrer "Heilung". Das schlimmste was Ihnen passieren könnte ist, dass nichts passiert! 

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In den Augen brennt Licht, aber es ist keiner zuhause.

 

 

 

    

                  

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